Die Lehrergewerkschaft ruft dazu auf, sich auf das neue Schuljahr vorzubereiten.

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Die Lehrergewerkschaft ruft dazu auf, sich auf das neue Schuljahr vorzubereiten.

Die Lehrergewerkschaft in Berlin fordert Länder und Kommunen auf, sofort Maßnahmen zu ergreifen, damit der reguläre Schulbetrieb nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden kann. Ohne die Einhaltung des “Dreiklangs der Infektionsprävention” gehe es nicht, so Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE).

Notwendig sind laut Beckmann Impfprogramme für alle Lehrer, mindestens zweimal wöchentliche Untersuchungen, vor allem in Gebieten mit hoher Infektionsrate, und die Einführung von Hygienestandards. Dazu gehören nach Ansicht des Gewerkschaftsvorsitzenden neben Seife und sauberen sanitären Anlagen auch hochwertige Lüftungsanlagen und Luftreiniger. Es sei unverantwortlich, nicht alle technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das bestmögliche Schulumfeld zu schaffen.

Die Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Marlis Tepe, hat sich gegen eine Impfpflicht für Lehrer gegen das Coronavirus ausgesprochen. Im ZDF-Morgenmagazin sagte Tepe heute: “Wir denken sehr wohl darüber nach, alle Lehrer zu impfen.” Sie selbst ist dagegen gegen eine Impfpflicht. Es ist auch verständlich, dass Kinder in Schulen nicht geimpft werden müssen.

Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, hat vor wenigen Tagen eine Impfpflicht für verbeamtete Lehrer vorgeschlagen. Meidinger sagte der “Welt”, er erwarte eine politische Debatte über das Thema. Seiner Meinung nach hätte der Staat die Befugnis dazu, wenn das Gesetz es zuließe.

Nach einer wissenschaftlichen Analyse gibt es einen starken Stadt-Land-Unterschied, wie Schulen mit den Folgen von Corona umgehen. Schulen in Staedten schnitten deutlich besser ab, heisst es in der heute veroeffentlichten Studie. Wissenschaftler der Universitäten Tübingen und Lüneburg sowie der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz haben die Untersuchung durchgeführt.

Demnach hatten während der ersten koronabedingten Schulschließungen im Frühjahr 2020 30 Prozent aller Jungen und Mädchen in Deutschland keine tägliche Kommunikation mit ihrer Schule. Vor allem in ländlichen Gebieten war es schwierig, den Kontakt zu halten.

Nur 27% der Schüler bekamen Lernmaterialien im Rahmen ihrer Online-Kurse. In den Städten waren es rund 60 %. Schulverwalter aus allen Regionen des Landes stellten einen Mangel an digitaler Ausrüstung in den Schulen und bei den Eltern fest, der sich erheblich auf den Fernunterricht auswirkte.

Für den Bericht wurden zwischen April und Juni des Vorjahres 306 zufällig ausgewählte Schulleiter von allgemeinbildenden Schulen befragt.

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