PhD-Student plante Brandbombenanschlag für KI-Umsturz
In einem erschütternden Fall techno-ideologischer Radikalisierung soll ein 24-jähriger PhD-Student aus Queensland einen tödlichen Brandbombenanschlag am Australia Day geplant haben, um die Regierung zu stürzen und eine „kybernetische“ Gesellschaft unter der Herrschaft künstlicher Intelligenz zu errichten.
Der Doktorand Sepehr Saryazdi soll eine gewaltsame Revolution angestrebt haben, bei der menschliche Fehler durch KI-gesteuerte Entscheidungsfindung ersetzt werden sollten. Ziel des mutmaßlichen Anschlags waren Menschenmengen an der Gold Coast während der Feierlichkeiten zum Australia Day. Staatsanwälte beschrieben die Bedrohung als ernst, konkret und unmittelbar.
Der Plan und das „Manifest“
Nach Angaben des Gerichts wollte Saryazdi Chaos auslösen, indem er Molotowcocktails auf ahnungslose Feiernde warf. Ermittler erklärten, er habe bereits Materialien wie Alkohol, Glasflaschen und Verpackungsmaterial beschafft, um Brandsätze herzustellen. In Online-Chats forderte er Mitstreiter dazu auf, „Wodkaflaschen zu horten“, und prahlte damit, am 26. Januar die Unruhen anzuführen.
Besonders verstörend ist Saryazdis Überzeugung, er werde entweder bei dem Angriff sterben oder von der Australian Security Intelligence Organisation (ASIO) „lobotomiert“ werden. Seine Vision war eine Welt, die von Algorithmen regiert wird – frei von menschlichen Schwächen. Eine düstere Ironie angesichts seines akademischen Hintergrunds.
Die Beweislage gilt als erdrückend: Die Polizei fand einen Rucksack mit Materialien zur Bombenherstellung sowie Chat-Protokolle, die den Plan detailliert beschreiben. Richterin Ellie McDonald verweigerte aufgrund der Schwere der Vorwürfe eine Freilassung auf Kaution.
Schock in der Wissenschaft und globale Sicherheitsfragen
Der Fall hat die akademische Gemeinschaft erschüttert. Kommilitonen beschrieben Saryazdi als ruhig und intensiv, niemand habe jedoch einen derart gefährlichen Plan vermutet. Der Fall zeigt eine neue Form der Radikalisierung – nicht religiös oder klassisch politisch, sondern technologisch-ideologisch motiviert.
Die Auswirkungen reichen über Australien hinaus. Für Länder wie Kenia, die ihre Gesellschaften rasch digitalisieren, ist der Fall eine Warnung: Die Bedrohungen der Zukunft könnten völlig anders aussehen als jene der Vergangenheit.
Im Falle einer Verurteilung droht Saryazdi lebenslange Haft wegen Terrorismusplanung. Während Australien die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Nationalfeiertag verschärft, bleibt eine beunruhigende Frage offen: Wie viele weitere „stille Studenten“ könnten gefährliche Visionen digitaler Albträume hegen?