Kenya Lionesses bereiten sich in Alicante auf das Heim-Turnier vor
Die Kenya Lionesses bereiten sich intensiv auf das bevorstehende HSBC SVNS 2-Turnier vor, das im Februar in Nairobi stattfinden wird. Der hochkarätige Trainingscamp in Alicante, Spanien, wird von Trainer Simon Odongo als „Schmelztiegel“ bezeichnet, der ihre Aufstiegsambitionen schmieden soll.
Das historische HSBC SVNS 2 (Challenger Series) steht kurz vor dem Start in Nairobi, und die Vorbereitung könnte nicht entscheidender sein. Die Entscheidung, in Europa zu campen, ist ein klares Signal: Die Lionesses sind nicht nur darauf bedacht, teilzunehmen, sondern sich in der Konkurrenz durchzusetzen. Der kalte spanische Winter und die starke europäische Konkurrenz bieten einen Kontrast zum heimischen Klima in Nairobi und fordern die Mannschaft, taktisch noch entschlossener zu agieren.
Die Ziele und Herausforderungen
Teamkapitänin Sheila Chajira zeigte sich in Alicante optimistisch: „Die Stimmung im Camp ist elektrisierend“, sagte sie. „Wir wissen, was es bedeutet, vor heimischen Fans zu spielen. Das Publikum im Nyayo-Stadion gibt uns Energie, aber wir müssen die Disziplin mitbringen. Genau das bauen wir hier in Spanien auf.“
Die Lionesses haben den Kern der Mannschaft beibehalten, die im November 2025 das Finale der Rugby Africa Women’s Tournament erreichte. Spielerinnen wie Judith Auma und die zurückkehrende Stella Wafula bringen sowohl Schnelligkeit als auch Erfahrung mit, was die Mannschaft zu einer ausgewogenen Einheit macht, die in der Lage ist, auch die engsten Abwehrreihen zu durchbrechen.
In Spanien werden die Lionesses mehrere Aufwärmspiele gegen die Gastgeber und Belgien bestreiten. Diese Begegnungen sollen die physische Intensität widerspiegeln, die sie in der Challenger Series erwarten.
Der Druck und die Bedeutung des Heimspiels
Das große Ziel bleibt der Aufstieg in die oberste Liga der HSBC World Rugby Sevens Series. Das Turnier in Nairobi wird der erste Schritt in diesem Prozess sein, der die Lionesses auch nach Uruguay und Brasilien führen wird.
Die Herausforderung, vor heimischem Publikum zu spielen, ist ein zweischneidiges Schwert. Das Trainingscamp in Alicante dient dazu, die Spielerinnen von dem Druck der Fans fernzuhalten, bis sie mental darauf vorbereitet sind, die laute Unterstützung in Nairobi zu bewältigen.
Die Lionesses haben sich in den letzten Jahren zunehmend als verlässliche Kraft im afrikanischen Frauenrugby etabliert, während die Männer-Mannschaft Shujaa mit Herausforderungen kämpft. Ein Sieg in Nairobi würde jedoch nicht nur einen Titel bringen, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung des Frauenrugbys in Kenia setzen.
„Wir sind keine Touristen in Spanien“, betonte Trainer Odongo. „Wir sind hier mit einer Mission.“ Unter der europäischen Sonne trainieren die Lionesses hart, um sich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Wenn das Team in Nairobi antritt, werden sie nicht nur für sich selbst spielen, sondern für eine ganze Nation, die hinter ihnen steht.