Kenias Innenministerium verspricht schnelle Lösung bei Reisepassmangel
Die kenianische Einwanderungsbehörde kämpft mit einer erneuten Verknappung bestimmter Reisepassheftserien. Betroffen sind laut einer offiziellen Mitteilung die beliebten und preisgünstigen 34-seitigen „A“-Serien und 50-seitigen „B“-Serien. Die Behörde spricht von „vorübergehenden Lieferkettenstörungen“.
Das Innenministerium versicherte jedoch, dass die Bearbeitung der Anträge weitergehe und Maßnahmen für eine termingerechte Abwicklung ergriffen seien. Die Knappheit bedeute keine vollständige Systemlähmung, da die biometrische Erfassung und Freigabe weiterlaufen. Ein Stau entstehe derzeit nur im Druckstadium.
Preiswerte Alternativen fehlen
Für viele Antragsteller, insbesondere Studierende und regelmäßige Reisende, ist die Situation kritisch, da die betroffenen Serien die günstigsten sind. Als verfügbare Alternative bleibt vorerst die teurere 66-seitige „C“-Serie, was einige zu ungeplanten Ausgaben zwingt.
Die Frustration entlädt sich in sozialen Medien, wo Nutzer Screenshots des eCitizen-Portals teilen, die die Nichtverfügbarkeit zeigen. „Ein Reisepass ist ein Recht, kein Privileg“, sagte ein verärgerter Antragsteller am Nyayo House und kritisierte die Planung der Beschaffung. Das Ministerium kündigte an, die nächste Lieferung der Hefte stehe „in Kürze“ bevor.
Allen Reisewilligen wird dennoch geraten, ihre Anträge jetzt schon einzureichen, um die Genehmigungsphase zu durchlaufen. Die Regierung hat ihr Versprechen abgegeben; die Einhaltung wird nun von der Nation beobachtet.
Altes Problem in neuem Gewand
Es ist nicht das erste Mal, dass Nyayo House mit solchen Engpässen konfrontiert ist. In den Jahren 2024 und 2025 gab es einen historischen Rückstau, bei dem Antragsteller monate- oder sogar jahrelang auf Dokumente warteten, die gesetzlich in 14 Tagen fertig sein sollten.
Zwar hatte die aktuelle Verwaltung diese Probleme weitgehend durch eine „First-In-First-Out“-Policy und moderne Drucker in den Griff bekommen. Kritiker sehen in der aktuellen Situation jedoch ein Zeichen für ein strukturelles Versagen in der Beschaffungsplanung. Die Frage bleibt, ob „in Kürze“ Tage oder doch Wochen bedeutet.