Hitzewelle in Australien: Rekorde bei 49,2°C gebrochen
Australien ertrinkt in einer historischen Hitzewelle, während die Temperaturen in New South Wales 49,2°C erreichen und auch in den Alpenregionen erstmals über 30°C steigen. Stromausfälle und Buschfeueralarme nehmen zu.
Ein gewaltiger Hitzeschock hat Australien erfasst, der in der Geschichte des Landes neue Rekorde setzt. Die Temperaturen in West-New South Wales erreichten alarmierende 49,2°C, während in den alpinen Regionen erstmals Temperaturen über 30°C gemessen wurden. Diese beispiellosen Werte deuten auf eine ernste Klimakrise hin, die das Land weiter gefährdet.
Der Ort Borrona Downs in West-New South Wales erlebte mit 49,2°C Temperaturen, die an den äußersten Grenzen der menschlichen Belastbarkeit kratzen. Doch die extreme Hitze macht vor keinem Teil des Landes Halt. Auch die Alpenregionen, die normalerweise kühl sind, verzeichneten erstmals Höchstwerte von über 30°C, mit 30,5°C in Falls Creek und Perisher Valley – eine Zahl, die die dramatische Veränderung des Klimas unterstreicht.
Stromausfälle und Feuergefahr
Der Druck auf das Stromnetz ist immens: In Victoria mussten mehr als 11.000 Haushalte ohne Strom auskommen, nachdem Transformatoren explodierten und Stromleitungen unter der enormen Hitze durchhingen. Besonders für ältere Menschen und andere besonders gefährdete Gruppen stellt der Verlust der Stromversorgung eine existenzielle Bedrohung dar.
Die trockenen Bedingungen haben zudem die Buschfeuergefahr erneut angeheizt. Feuerwehrleute kämpfen mit den Flammen in den Victoria-Bergen, wobei sich die sengenden Temperaturen und der heiße Wind zu einer Bedrohung für große Gebiete entwickeln. Ähnliche Szenarien wurden bereits während der verheerenden Buschfeuer im Sommer 2019-2020 erlebt.
In Tibooburra wurden 48,7°C gemessen, während Hay Airport 48,4°C erreichte und White Cliffs 48,3°C – ein neuer Rekord für den Ort, der nur 24 Stunden zuvor den alten Rekord selbst aufgestellt hatte.
Der meteorologische Dienst von Australien warnt, dass dies bereits die zweite größere Hitzewelle im Januar 2026 ist, was den Prognosen von Klimawissenschaftlern entspricht, die einen immer häufigeren und intensiveren Verlauf solcher Extremwetterereignisse vorhersagten.
Die sogenannte „Hitzekuppel“, die über dem gesamten Kontinent liegt, bleibt stagnierend und fängt die heiße Luft ein, was die Temperaturen weiter ansteigen lässt. Für viele Australier bedeutet dies, dass die vergangene Hitzewelle nicht mehr als Ausnahme, sondern als neues, erschreckendes Normal betrachtet werden muss.