Gesetzgebung Der Weg: Versicherung lohnt sich nicht: Ist es möglich, den Wert eines alten Autos zu mindern?

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Gesetzgebung Der Weg: Versicherung lohnt sich nicht: Ist es möglich, den Wert eines alten Autos zu mindern?

Auch wenn es nur ein kleiner Blechschaden ist: Ein unverschuldeter Unfall ist unangenehm. Wer geschädigt wurde, hat Anspruch auf Schadenersatz. Gibt es aber eine Wertminderung für ein Auto, das 19 Jahre alt ist?

Die Wertminderung eines alten Autos wird von der Versicherung nicht übernommen?

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Nach einem Unfall können Geschädigte auch bei einem älteren Fahrzeug eine Wertminderung geltend machen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es sich bei dem Auto um einen Youngtimer handelt. Der ADAC beruft sich dabei auf ein Urteil des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd (Az.: 5 C 626/20).

Ein damals 19 Jahre alter BMW 750i wurde bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall beschädigt. Der Sachverständige schätzte nicht nur einen Reparaturaufwand von rund 5500 Euro. Es ergab sich aber auch eine Wertminderung von 1000 Euro. Die gegnerische Versicherung hingegen weigerte sich, diesen zu entschädigen. Sie war der Meinung, dass ein 19 Jahre altes Auto nicht mehr abgeschrieben werden könne.

Das Gericht hingegen war anderer Meinung. Bei dem verunglückten Auto handelte es sich um einen sogenannten Youngtimer, der sich vor dem Vorfall in einem einwandfreien Zustand befand und keine Vorschäden aufwies. Außerdem hatte der Wagen erst rund 63.000 Kilometer auf dem Tacho.

Nach Ansicht des Sachverständigen war ein Minderwert von 250 Euro angemessen. Als technische Wertminderung wurden 750 Euro angegeben. Das lag daran, dass das Auto durch die Reparatur seine Originalität verloren hatte, die für den Wert von Youngtimern entscheidend ist. Im Ergebnis kam das Gericht zu dem Ergebnis, dass eine Zahlung von 1000 Euro gerechtfertigt sei.

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