Der Abstand zwischen Ihnen und dem Auto vor Ihnen ist: Zu nah am Auto: Was gilt als Fahrlässigkeit und was als Arglist?

0

Der Abstand zwischen Ihnen und dem Auto vor Ihnen ist: Zu nah am Auto: Was gilt als Fahrlässigkeit und was als Arglist?

Beim Autofahren ist es wichtig, einen sicheren Abstand zum Auto vor Ihnen einzuhalten. Wenn Sie zu dicht auffahren, sollten Sie den Abstand zwischen Ihnen und dem Fahrzeug vor Ihnen zügig vergrößern. Doch was passiert, wenn der Abstand nur kurzzeitig überschritten wurde?

Was ist fahrlässig und was ist zielgerichtet, wenn es darum geht, zu dicht aufzufahren?

Der berühmte Jeep Wrangler schreibt Geschichte: 380-PS-Plug-in-Hybrid

Das Unterschreiten des erforderlichen Abstands im Straßenverkehr kann unter ungewöhnlichen Bedingungen als unverantwortlich angesehen werden, etwa wenn das Auto vor Ihnen einschneidet oder bremst.

Liegt jedoch kein besonderer Umstand vor, kann das Unterschreiten als Zustimmung oder Absicht gewertet werden. Das zeigt laut ADAC ein Urteil des Amtsgerichts Landstuhl (Az.: 2 OWi 4211 Js 1233/21).

Ein Mann war mit seinem Auto auf der Autobahn unterwegs, als sich der Vorfall ereignete. Nach dem typischen Toleranzabzug ergab eine Abstandsmessung, dass er mit 131 km/h weniger als drei Zehntel des Tachoabstands zum vorausfahrenden Auto hatte. Der Autofahrer wurde mit einem Bußgeld von 530 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot belegt.

Doppelte Geldstrafe wegen vorsätzlichen Verhaltens

Da die Behörde dem Mann vorsätzliches Verhalten vorwarf, fiel das Bußgeld doppelt so hoch aus wie üblich. Dagegen legte der Mann Einspruch ein – und kritisierte nach Einsicht in die Messdatei den gemessenen Abstand als zu gering. Im Messbereich habe sich sein Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nur ganz kurz verringert und dann wieder vergrößert. Daher könne ihm kein Vorsatz vorgeworfen werden.

Dieses Argument hielt jedoch vor Gericht nicht stand. Nach Ansicht des Gerichts reichte es für den Vorwurf des Vorsatzes aus, dass der Abstand an irgendeiner Stelle unterschritten wurde. Denn es habe keine Ausnahmesituation vorgelegen, die durch ein Abbremsen oder Ausweichen des vorausfahrenden Fahrzeugs verursacht worden sei.

In einem Zeitraum von mehr als zwei Sekunden hatte der Mann zu wenig Abstand. Diesen hätte der Mann ohne Probleme durch eine leichte Bremsung vergrößern können, was er aber nicht tat. Das Gericht wertete dies nicht mehr als Fahrlässigkeit, sondern ging davon aus, dass der Mann den zu geringen Abstand kannte oder zumindest billigend in Kauf nahm.

Der ADAC weist darauf hin, dass es dem Gericht hier darauf ankam, dass der Mann früher hätte reagieren müssen. Er fügt aber hinzu, dass es auch in Deutschland Gerichte gibt, die eine gewisse Dauer der Unterschreitung verlangen, die im Gesetz nicht ausdrücklich vorgesehen ist.

210617-99-34934/4

Entscheidung Landgericht… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Nachricht.

Share.

Leave A Reply