De Heus eröffnet Milliarden-Futtermittelwerk in Kenia
In einem wichtigen Schritt zur Stärkung der kenianischen Landwirtschaft wird am 18. Februar 2026 eine neue Futtermittelfabrik im Wert von 3 Milliarden Schilling (23 Millionen US-Dollar) in Athi River in Betrieb genommen. Der niederländische Tierernährungskonzern De Heus verspricht mit der Anlage eine Stabilisierung der Versorgung und höhere Qualitätsstandards.
Regierungsunterstützung und lokale Verankerung
Die offizielle Eröffnung wird von Landwirtschaftsminister Mutahi Kagwe und Industriestaatssekretär Juma Mukhwana vorgenommen. Dies unterstreicht die staatliche Unterstützung für das Projekt, das zu den größten privaten Investitionen im Agrarsektor des Landes in den letzten Jahren zählt. Ein zentraler Aspekt ist die lokale Beschaffung von Rohstoffen wie Mais und Soja, wodurch ein garantierter Absatzmarkt für kenianische Ackerbauern geschaffen wird.
„Diese Investition steht für Resilienz“, sagte Geschäftsführer Wiehan Visagie. Man beende das Chaos in der Lieferkette und bringe Weltklasse-Ernährung direkt zu den Farmern. Er bezeichnete den Schritt als notwendigen „Systemwechsel“.
Die Fabrik verfügt über eine Jahreskapazität von 200.000 Tonnen. Sie soll die Abhängigkeit von teuren und unzuverlässigen Futterimporten verringern, die die Produktivität vieler Betriebe lange gedämpft hat. Insgesamt 250 direkte Arbeitsplätze werden geschaffen, sowie über 1.000 indirekte in Transport und Zulieferketten.
Qualitätsdruck für den Markt
Der Eintritt des globalen Players setzt die einheimische Futtermittelindustrie unter Druck. Bislang kämpften viele Farmer oft mit verfälschten oder minderwertigen Produkten, die zu niedrigen Milcherträgen und gehemmtem Wachstum in der Geflügelhaltung führten. Die neuen, internationalen Qualitätsstandards von De Heus könnten einen Wettbewerb um die beste Qualität auslösen.
Die Inbetriebnahme der Maschinen in Athi River sendet ein klares Signal: Kenias Viehwirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel, angetrieben durch private Investitionen und das Ziel größerer Ernährungssicherheit.