Comedian Eric Omondi startet 486-Kilometer-Marsch für Wohltätigkeitszentrum
In einem beispiellosen Akt des Aktivismus hat der kenianische Komiker Eric Omondi einen 486 Kilometer langen Fußmarsch von Nairobi nach Mombasa begonnen. Das Ziel der Aktion ist die Finanzierung eines großen Hilfszentrums für bedürftige Bürger.
Ein humanitäres Ziel für den Valentinstag
Omondi startete seine Reise am Nyayo Stadium in Nairobi. Er plant, am 14. Februar, dem Valentinstag, am Mama Ngina Waterfront in Mombasa anzukommen. Der Termin ist symbolisch gewählt, um die Anstrengung als Geschenk an die Bevölkerung zu übergeben.
Der als „Walk of Love“ bezeichnete Marsch dient der Spendenakquise für die Initiative „Sisi kwa Sisi“ (übersetzt: „Wir für uns“). Seit 2024 hat die Bewegung bereits über 72 Millionen Kenia-Schilling gesammelt. Mit dem Geld soll ein hochmodernes „Help and Rescue Centre“ gebaut werden, das über ein Lebensmittellager, eine Klinik, eine kostenlose Sekundarschule und eine Rettungswagenflotte verfügen soll.
Die erste Etappe wurde von mehreren prominenten Persönlichkeiten begleitet. Medienmogul Jeff Koinange, Comedy-Veteran Daniel „Churchill“ Ndambuki und Gospel-Star Daddy Owen tauschten für den Auftakt ihre Anzüge gegen Sportschuhe. Mombasas Gouverneur Abdulswamad Shariff Nassir hat zugesagt, sich auf der letzten Strecke anzuschließen.
„Wir sind es leid, darauf zu warten, dass die Regierung uns rettet“, sagte Omondi zum Start. „Wir sind die Regierung, auf die wir gewartet haben.“ Diese Aussage unterstreicht den Hintergrund der Aktion: In Kenia fängt oft private Wohltätigkeit auf, wo staatliche Sozialsysteme Lücken lassen.
Herausfordernde Strecke und politisches Signal
Die Route führt über die gefährliche und von Lastwagen stark befahrene Mombasa Road. Die Teilnehmer sind nicht nur der großen Distanz, sondern auch extremen Temperaturen ausgesetzt. Omondis Übergang vom Unterhalter zum Aktivisten wurde anfangs von Kritikern als reine Show abgetan. Die konkreten Ergebnisse seiner bisherigen Kampagnen – bezahlte Schulgebühren und Arztrechnungen – haben jedoch viele Skeptiker verstummen lassen.
Der Marsch wird als physische Manifestation einer selbstgewählten Führungsrolle gesehen. Während Omondi an Athi River und den Ebenen von Ukambani vorbeizieht, trägt er nach eigenen Worten die Hoffnungen tausender Bürger mit sich. Die Aktion zeigt, dass in Abwesenheit tiefgreifender systemischer Veränderungen individueller Einsatz eine treibende Kraft bleiben kann.