Bei einem Unfall mit Fahrerflucht geht der Vollkaskoschutz verloren.

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Bei einem Unfall mit Fahrerflucht geht der Vollkaskoschutz verloren.

Nach einem Unfall gibt es einige Richtlinien zu beachten. Dazu gehört, dass Sie, wenn möglich, am Unfallort bleiben. Andernfalls wird es Konsequenzen geben.

Im Falle einer Fahrerflucht ist der Verlust des Kaskoschutzes ein ernstes Thema.

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Von Fahrerflucht spricht man, wenn ein Autofahrer “nur” eine Leitplanke beschädigt und dann wegfährt, ohne die Polizei zu verständigen oder zu warten. Die Folge: Er verliert seine Vollkaskoversicherung und muss den Schaden selbst bezahlen. Das geht aus einer Entscheidung (AZ: 12 U 235/20) des Oberlandesgerichts Koblenz hervor, auf die die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist.

Geschieht dies auf einer Autobahn, muss man bis zur nächsten freien Anhaltemöglichkeit warten, wenn dies auf dem Standstreifen nicht gefahrlos möglich ist.

Im vorliegenden Fall war der Kläger mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf der Autobahn gegen eine Leitplanke geprallt und hatte zunächst einen Rastplatz angefahren, um den Schaden an der linken Fahrzeugseite zu begutachten. Er setzte seine Fahrt fort und meldete den Schaden vier Tage später bei seiner Kaskoversicherung. Der Wagen musste für 22.217 Euro repariert werden, was die Kaskoversicherung ablehnte. Es kam zu einer Klage des Fahrers.

Die Vollkaskoversicherung muss nicht zahlen.

In erster Instanz wurde die Klage vom Landgericht Koblenz abgewiesen. Die Kaskoversicherung sei von ihrer Leistungspflicht befreit, so das Gericht, weil der Autofahrer seine in den Versicherungsbedingungen vorgesehene Wartepflicht vorsätzlich verletzt habe. Der Autofahrer legte gegen die Entscheidung Berufung ein. Er meinte, er hätte seine Wartepflicht bei 100 km/h auf einer stark befahrenen Fahrbahn nicht einhalten können.

Das Oberlandesgericht Koblenz bestätigte die Rechtsauffassung des Landgerichts und wies die Berufung des Klägers als aussichtslos zurück. Die Richter entschieden, dass die Kaskoversicherung nicht für den Schaden aufkommen muss, der durch die Missachtung des Autofahrers entstanden ist. Denn ein Autofahrer, der die Straftat der Fahrerflucht begeht, indem er sich vom Unfallort entfernt, verstößt in jedem Fall gegen die Karenzzeit der Kfz-Versicherung.

Wegen der Schwere des Schadens am Auto berücksichtigte das Gericht, dass durch den Unfall auch die Leitplanke beschädigt wurde, was nicht unerheblich war. Folglich hätte der Fahrer an der Unfallstelle bleiben müssen. Dabei kam es nicht darauf an, ob es dem Fahrer zumutbar gewesen wäre, an der Unfallstelle zu warten (z.B. auf der… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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