Alcaraz dominiert, Sabalenka kämpft sich durch – Australian Open 2026
Die Temperaturen steigen auf dem Melbourne Park, und ebenso die Form von Carlos Alcaraz, der sich mit einer beeindruckenden Leistung ins Achtelfinale der Australian Open 2026 katapultiert. Im Gegensatz dazu musste Aryna Sabalenka in einem chaotischen Spiel gegen die Chinesin Bai Zhuoxuan kämpfen, um ihre Titelverteidigung am Leben zu erhalten.
Am vierten Turniertag zeigte Alcaraz auf dem Rod Laver Arena erneut seine außergewöhnliche Klasse. Der Weltranglistenerste besiegte den Deutschen Yannick Hanfmann souverän in drei Sätzen mit 7-6 (7-4), 6-3, 6-2. Alcaraz stellte seine Mischung aus roher Kraft und feinem Gefühl unter Beweis und hinterließ einen bleibenden Eindruck, indem er mit 35 Winners und nur einem verlorenen Aufschlagspiel auf sich aufmerksam machte.
Sabalenkas chaotische Vorstellung
Ganz anders verlief das Spiel von Sabalenka, die sich trotz eines 6-3, 6-1-Sieges gegen Bai Zhuoxuan schwer tat. Zu Beginn sprangen die Fehler nur so von ihrem Schläger, und ihre Frustration war deutlich zu erkennen. Ihre frühe Unkonzentriertheit ließ viele ihrer Schläge ungenau und unkoordiniert wirken, doch die Belarussin kämpfte sich in den entscheidenden Momenten zurück und gewann die letzten fünf Spiele ohne große Schwierigkeiten.
„Ich musste heute genauso gegen mich selbst kämpfen wie gegen meine Gegnerin“, sagte Sabalenka nach dem Match. Diese Erkenntnis war besonders wertvoll, da sie in den kommenden Runden auf stärkere Gegner treffen wird. Ihre anfänglichen Schwächen könnten gegen die Spitzenspielerinnen der Tour das Aus bedeuten, wenn sie nicht schnell ihre Leistung stabilisieren kann.
Die physische Belastung des Turniers wird durch die Hitze immer intensiver. Bei Temperaturen um die 35 Grad Celsius stellte das „Heat Stress Scale“-System eine zusätzliche Herausforderung dar, mit der sich die Spieler auseinandersetzen mussten.
Der Weg nach vorn
Alcaraz scheint im Moment nahezu unschlagbar. Seine Beweglichkeit und sein Selbstvertrauen machen ihn zum Favoriten für das erste Grand-Slam-Titel in Australien. Für Sabalenka hingegen bleibt die Frage offen, ob sie ihre Schwächen noch rechtzeitig in den Griff bekommt. Angesichts der Intensität des Turniers wird jede weitere Unstimmigkeit ihre Chancen gefährden.
Die Melbourne Crowd kann sich auf weitere spannende Matches freuen, bei denen Alcaraz nach wie vor als Top-Favorit gilt. Doch wie Sabalenka bewiesen hat, zählt letztlich nur eines: Überleben.