Al-Shabaab-Angriff in Garissa fordert zwei Tote
In einem verheerenden IED-Angriff auf der Liboi-Kulan-Straße wurden in der Nacht zum Sonntag zwei Beamte der Grenzpatrouille getötet, was in Garissa eine groß angelegte Sicherheitsoperation auslöste. Die Attacke weckt erneut Besorgnis über die anhaltende Bedrohung durch Al-Shabaab im Nordosten Kenias.
Die Explosion ereignete sich in den frühen Morgenstunden, als ein verdächtiges, ferngezündetes Sprengdevice das Fahrzeug der Grenzpatrouille zerstörte. Zwei Beamte kamen sofort ums Leben, drei weitere erlitten schwere Verletzungen und wurden in das Krankenhaus nach Nairobi geflogen.
Angriff auf die Sicherheitskräfte
Die Patrouille war auf regelmäßiger Überwachung, als der Sprengsatz detonierte und das schwere Fahrzeug umwarf, wobei ein Krater auf der Straße hinterlassen wurde. Die Attacke ereignete sich offenbar unter der Deckung der Dunkelheit, wobei der Verdacht besteht, dass die Angreifer von der durchlässigen Grenze zu Somalia aus operierten. Die Beamten der Grenzpatrouille gehörten zum Team, das die Sicherheit entlang der Grenze gewährleisten soll.
Der Angriff ist eine weitere Erinnerung an die anhaltende Gefahr durch asymmetrische Kriegsführung in der Region. Al-Shabaab, die in der Vergangenheit wiederholt IEDs als Hauptwaffe eingesetzt haben, setzt auf diese Art von Taktiken, um tödliche Angriffe zu verüben, ohne direkt in Feuergefechte verwickelt zu werden.
Wiederkehrende Bedrohung in Nordostkenia
Der Übergriff in Garissa ist nicht der erste dieser Art. In den benachbarten Bezirken Wajir und Mandera haben sich ähnliche Vorfälle gehäuft. Trotz der intensiven Bemühungen der Sicherheitsbehörden und multinationaler Truppen bleibt der nordöstliche Korridor eine Hochburg für militante Gruppen. Berichte über die „Fließfähigkeit“ der Militantenbewegungen entlang der Grenze belegen die Schwierigkeiten bei der Eindämmung dieser Bedrohung.
Ein lokaler Führer forderte mit Nachdruck, dass mehr getan werden müsse, um die Situation zu stabilisieren: „Wir können nicht weiter die Leichen unserer tapferen Beamten zählen, während wir uns in Friedenszeiten befinden.“ Der Minister für Inneres gab bekannt, dass die Eliteeinheit der Spezialoperationsgruppe (SOG) in das Gebiet entsandt wurde, um die Täter zu fassen.
Die Familien der Getöteten trauern, während der Staat weiterhin auf die Jagd nach den Verantwortlichen geht. „Wir werden sie finden und sie werden zahlen“, sagte ein ranghoher Kommandant der regionalen Sicherheitskräfte. Doch trotz dieser Versprechen fühlen sich viele in der Region von der endlosen Gewalt erschöpft.