RAGE 2 – Blutige Shooter-Action trifft auf offene Welt – Test

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RAGE 2 Screenshot

Wenn sich die Shooter-Profis von id Software („Quake“, „DOOM“) mit den Open-World-Veteranen der schwedischen Avalanche Studios („Mad Max“, „Just Cause 4“) zusammenschlieen, kann doch eigentlich nur etwas Gutes dabei herauskommen, oder?

In diesem Fall hrt das Ergebnis auf den Namen Rage 2 und markiert den Nachfolger des postapokalyptischen Shooters aus dem Jahr 2011. Tatschlich ist das fertige Spiel, das bei Avalanche in der schwedischen Hauptstadt Stockholm entstand, der bislang beste Titel des Studios. Frei von Fehlern und fr jeden uneingeschrnkt zu empfehlen, ist der Open-World-Shooter allerdings beileibe nicht.

Story? Da pfeif ich drauf!

„Rage 2“ ist ein reines Singleplayer-Spiel. Multiplayer- oder Koop-Optionen gibt es nicht. Dass dabei allerdings die Story nicht unbedingt im Fokus steht, erklrte Game Director Magnus Nedfors bei meinem Besuch bei den Entwicklern bereits vor rund einem Jahr.

Die Macher mchten bei dem Shooter reinrassige, schnrkellose Action mit einer riesigen Open World verbinden, sich dabei selbst nicht allzu ernst nehmen und mit coolen Superkrften sowie jeder Menge Blut fr Spielspa sorgen. Tatschlich ist das auch genau das, was ihr von „Rage 2“ erwarten knnt.

Mit einer vielschichtigen, emotionalen oder gar wendungsreichen Handlung hlt sich der Actiontitel nicht auf. 30 Jahre nach den Ereignissen des Vorgngers findet ihr euch in eurer Heimatbasis wieder, die kurz darauf von der eigentlich besiegt geglaubten Obrigkeit plattgemacht wird.

Inmitten der blutigen Schlacht, in der mehr Krperteile (auch in der ungeschnittenen deutschen Fassung) herumgeschleudert werden als herbstliches Laub in einem Orkan, bleibt ihr in der Haut von Walker als einer der letzten berlebenden Ranger zurck.

Der wahlweise mnnliche oder weibliche – aber jederzeit unsympathische und langweilige – Protagonist hat fortan nur eine Mission: Der Obrigkeit und ihrem Anfhrer General Cross ein fr alle Mal den Garaus zu machen.

Einen Innovationspreis gewinnt die Handlung von „Rage 2“ also nicht. Auerdem lsst die Story eine Menge Potential liegen, da die interessantesten und verrcktesten Charaktere nur eine unbedeutende Nebenrolle einnehmen. Auch der Oberbsewicht bleibt leider erstaunlich blass und einseitig.

Schade, denn gerade zu Beginn weckt das Spiel Erwartungen, die es dann zu keinem Zeitpunkt erfllen kann. Von der Blut trinkenden Domina Desdemonya und manch anderer Figur htten wir gerne deutlich mehr gesehen.

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Nach dem Abschluss des intensiven Tutorials entlsst euch „Rage 2“ dann endlich in die Open World, in der es ganz bei euch liegt, welche der Missionen aus den verschiedenen Handlungsstrngen ihr zuerst angehen wollt. Oder ob euch der Sinn zunchst nach Chaos und Zerstrung steht.

Diese fhren euch zu Charakteren, die ihr bereits aus dem Vorgnger kennt. Da wren der verrckte Doktor Kvasir, die gealterte Wingstick-Meisterin Loosum Hagar und der Anfhrer des Widerstandes, Captain John Marshall.

Alle drei Figuren warten mit eigenen Questlinien auf, die sich zu Projekt Dagger zusammenfgen – dem ultimativen Ziel, General Cross das Handwerk zu legen. Welche Missionen ihr davon zuerst erfllt, liegt in bester Open-World-Tradition natrlich ganz an euch.

Zudem schaltet ihr fr eure drei Verbndeten eigene Talentbume frei, in denen ihr eure Fhigkeiten nach und nach aufwerten und sogar gnzlich neue Skills erlernen knnt. Die reichen von erhhter Munitionskapazitt ber schnellere Selbstheilung bis hin zu einem Multiplikator, um mehr Schaden anzurichten. Fr ausreichend Beschftigung im dland ist also gesorgt.

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