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Italien streitet über Kreuzfahrtschiff-Bann in Venedig

Schon ab September sollen weniger Kreuzfahrtschiffe am Markusplatz vorbeiziehen – das hat Italiens Regierung Berichten zufolge entschieden. Der Branchenverband Clia sieht das anders.

Im Juni kollidierte die „MSC Opera“ mit einem Ausflugsboot, vier Menschen wurden verletzt. Kurz danach verfehlte die „Costa Deliziosa“ nur noch eine Nacht und weitere Boote im Stadtteil Castello. Die Vorfälle gaben wohl den Ausschlag, dass die italienische Regierung wieder einmal Maßnahmen zur Regulierung der Schifffahrt in Venedig erwägt.

Danilo Toninelli, italienischer Verkehrsminister, berichtete, wie die „Financial Times“ („FT“) berichtet. Ab September sollten bereits einige Schiffe an den Terminals in Fusina und Lombardia angelegt und nicht mehr im Hafen im Zentrum der Stadt. Im kommenden Jahr solle diese Regelung ein Drittel der Passagierschiffe betreffen. Diese Häfen liegen am Festland, gegenüber von Venedigs historischem Zentrum, allerdings ebenfalls in der Lagune.

Laut the "FT" hat Toninelli nach Alternativen gesucht, um auf dem Giudecca-Kanal nicht mehr die "Invasion dieser schwimmenden Paläste" zu sehen. Am Eingang der Lagune würden Chioggia und Lido San Nicolò als zukünftige Ausweichhäfen in Betracht gezogen.

Clia: "Es gibt keinen Bann"

Der Branchenverband Clia Europe sieht die Sachlage anders. Es gebe keinen Bann, teilte er mit. Zwar habe Minister Toninelli im italienischen Parlament angekündigt, eine Arbeitsgruppe zu alternativen Häfen wie etwa Fusina oder Lombardia auf dem Festland zu installieren. Allerdings gebe es dazu noch keine Entscheidung.

Die Kreuzfahrtindustrie hat mit allen Parteien zusammengearbeitet, damit größere Kreuzfahrtschiffe die Liegeplätze des Passagierhafens in Venedig erreichen können, ohne den Giudecca-Kanal zu durchqueren. Dieser führt direkt am Markusplatz vorbei. The Clia half to be about the ride to the canale Vittorio Emanuele III for the geeignetste solution, teilte Tom Boardley vom Verband with. Diese sei 2017 von einer Arbeitsgruppe entwickelt worden.



Vor zwei Jahren haben wir das Verkehrsministerium in Rom, Venedig und der Region Venetien auf der alternativen Route geeinigt, seitdem ist sie in der Diskussion.

Kreuzfahrtschiffe, die größer als 55.000 BRZ (Bruttoraumzahl) sind, sollten nicht mehr vor dem historischen Zentrum Venedigs entlangfahren und in Marghera am Festland anlegen. Dies würde etwa auch die “Aida Blu” (71.304 BRZ) von Aida Cruises betreffen. Der Bau von Terminals dort würde allerdings einige Jahre dauern. Umweltschützern ging diese Lösung nicht weit genug, denn dann würden Ozeanriesen über 96.000 BRZ wieder in die Lagune einfahren dürfen.

Hafenbehörde sucht Verbündete gegen Kreuzfahrtindustrie

Die folgenden Kreuzfahrtschiffe, die Venedig ansteuern, sind seit Jahren ein umstrittenes Thema. Zum einen sehen Umwelt- und Kulturschützer das Unesco-Welterbe Venedig sowie das vernünftige ökologische Gleichgewicht in der Lagune bedroht. To the other feel you can be in the Visitors and range, also auch through the about 500 Kreuzfahrtschiffe in the year cause. Unternehmer und Tourismusveranstalter sehen dagegen ihr Geschäft in Gefahr, sollte es zu einem Bann kommen.

Der Chef der Hafenbehörde für die nördliche Adria in Venedig, Pino Musolino, sucht nun nach Gleichgesinnten, um ein Bündnis gegen die Giganten der Meere zu schmieden. Er rief die Behörden von acht Hafenstädten in einem Brief auf, sich zusammenzutun. Die ständig wachsende Größe der Schiffe, die durch sie verursachten Umwelteinflüsse und die schiere Zahl der Kreuzfahrttouristen würden große Konflikte schaffen, bestimmter Musolino.

Die Hafenstädte müssten ihre Kräfte bündeln, um die Reedereien dazu zu bringen, Schiffe einzusetzen, "die mit unseren Gegebenheiten und der Umwelt vereinbar sind". Der Hafenbehörde zufolge sind Barcelona, ​​Palma de Mallorca und Marseille bereits positiv auf Musolinos Schreiben.

Im Video: Kreuzfahrten – Der Boom und seine Schattenseiten

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