Vor den Olympischen Spielen ein Machtkampf: DOSB-Präsidenten-Gegner warten auf Neuwahlen

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Vor den Olympischen Spielen ein Machtkampf: DOSB-Präsidenten-Gegner warten auf Neuwahlen

Mit der Ankündigung einer Vertrauensfrage hoffte die DOSB-Führung, das Problem des Dachverbandes zu entschärfen. Doch das reicht den mächtigen Kräften des Deutschen Olympischen Sportbundes nicht aus. Es werden Neuwahlen gefordert.

Die Gegner des DOSB-Präsidenten warten auf Neuwahlen.

Die DOSB-Führung mit Alfons Hörmann an der Spitze sieht sich einer wachsenden Opposition gegenüber, die das olympische Ziel der deutschen Mannschaft in Frage stellt.

Landessportbünde und Athletenvertreter fordern wegen des großen Führungsproblems beim Deutschen Olympischen Sportbund Neuwahlen im Dezember, wie von der Ethikkommission vorgeschlagen. Für Hörmanns Gegner ist der angekündigte Vertrauensbeweis bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende Juli nicht ausreichend. Nach Beratungen am Wochenende stellten die Landessportbünde fest, dass nur eine vorgezogene Neuwahl des gesamten Präsidiums zu einem dauerhaften Vertrauensbeweis im deutschen Sport führen kann.

Die Führung des Verbandes müsse neu geordnet werden.

Nach den erheblichen Vorwürfen gegen Hörmann und die Verbandsführung aus den Reihen der Mitarbeiter erwartet der Sprecher der Spitzenverbände im DOSB zumindest eine Neuordnung der Verbandsführung. Laut Deutscher Presse-Agentur müsse man bei der anstehenden Mitgliederversammlung “dann personelle Konsequenzen aus der Klärung ziehen und den DOSB und sein Präsidium bis Dezember 2021 in Ruhe neu organisieren und Neu- oder Nachwahlen haben, wenn diese notwendig sind”, sagte Basketball-Verbandspräsident Ingo Weiss.

Mitarbeiter hatten anonyme Vorwürfe erhoben, an denen sich der innenpolitische Konflikt entzündete. In der DOSB-Zentrale in Frankfurt am Main war von einem “Klima der Angst” die Rede. Hörmann wurde vorgeworfen, unangemessenen Druck auf seine Mitarbeiter auszuüben und Corona-Standards zu ignorieren. Dem DOSB wurde “zu viel Selbstreflexion, Demotivation und Gerüchte, Unzufriedenheit und Unklarheit” attestiert, so die Ethikkommission.

Neuwahlen noch in diesem Jahr als Ausweg aus der Krise?

“Dieses ganze Klima muss sich ändern, und dafür braucht man ein Verfahren, das man Vertrauensbildung nennt”, sagte Thomas de Maiziére, Chef-Ethiker des Deutschlandfunks. Der notwendige Wandel sei aber nicht allein durch personelle Veränderungen zu erreichen. Der ehemalige Bundesinnenminister sagte: “Sich vorzustellen, dass das Problem um eine Person herum gelöst wird, verkennt das Ausmaß der Situation.”

Als Ausweg aus der Sackgasse hatte die Gruppe um den 67-jährigen CDU-Politiker die DOSB-Führung zu vorgezogenen Neuwahlen im Dezember aufgefordert. Die Verbandsspitze entschied sich jedoch nach mehrtägigen Beratungen für… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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