Trotz des abgeschwächten Verbots ist das Schwimmen weiterhin verboten: Sun Yang sehnt sich nach Tokio.

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Trotz des abgeschwächten Verbots ist das Schwimmen weiterhin verboten: Sun Yang sehnt sich nach Tokio.

In einem Wiederaufnahmeverfahren verhängte der Internationale Sportgerichtshof Cas eine vierjährige und dreimonatige Sperre gegen Chinas Schwimmsensation Sun Yang.

Sun Yang vermisst Tokio trotz der kürzeren Sperre.

Damit kann der dreimalige Olympiasieger nicht an den Olympischen Spielen in Tokio im kommenden Monat teilnehmen. Der 29-Jährige habe gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen, so der Cas. Die Sperre wird im Februar 2020 in Kraft treten. Sun Yang könnte theoretisch bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris antreten. Zu diesem Zeitpunkt wäre er 32 Jahre alt.

Sun Yang habe unvorsichtig gehandelt, als die Kontrolleure das Haus mit einer Probe verlassen wollten, so der Cas. Das neue Urteil fällt milder aus als das vorherige. Sun Yang war vom Cas im Februar 2020 zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden, die seine Karriere als mehrfacher Weltmeister faktisch beendet hätte. Seine Anwälte legten Berufung ein, und das Schweizer Bundesgericht gab ihr gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten statt und hob das Urteil auf. Ein Cas-Richter wurde als befangen eingestuft.

Es geht um eine im Herbst 2018 mit einem Hammer zerstörte Drogenprobe, in die das Umfeld des Schwimmers direkt verwickelt war. Trotzdem hatte der Weltverband Fina zunächst eine Sperre verhängt, woraufhin sich die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada an den Cas wandte.

Sun Yang verteidigte das Vergehen mit der Behauptung, die Kontrolleure seien nicht anerkannt genug. Auch der Status des chinesischen Athleten als Wiederholungstäter spielte bei der damals verhängten Höchststrafe eine Rolle. Im Jahr 2014 war er bereits für drei Monate wegen Dopings gesperrt worden.

210622-99-100631/2

Wadas Entlassung erfolgte aufgrund des Urteils vom 23. Dezember.

Kommunikation mit Cas

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