Nach der Corona-Kontroverse reist ein IOC-Vizepräsident zu den Olympischen Sommerspielen nach Tokio.

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Nach der Corona-Kontroverse reist ein IOC-Vizepräsident zu den Olympischen Sommerspielen nach Tokio.

Mit seiner Ankündigung, dass die Spiele unter Quasi-Notstandsbedingungen abgehalten werden könnten, sorgte John Coates für Kontroversen. Vor seinem Besuch brachen in Japan Proteste aus.

Nach der Corona-Kontroverse trifft ein IOC-Vizepräsident in Tokio ein.

Der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees traf gut einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio ein.

Unter Corona-Bedingungen versuchen John Coates und seine Delegation, die letzten Vorbereitungen für die Spiele zu koordinieren. Drei Dutzend Anwohner hatten sich in den Tagen vor seinem Besuch mit Plakaten gegen die Spiele ausgesprochen und Coates aufgefordert, nicht zu kommen.

Dem IOC und Japans Olympia-Organisatoren ist es bisher nicht gelungen, das Interesse der Bevölkerung an den Spielen zu wecken, die vom 23. Juli bis zum 8. August stattfinden werden. Tokio steht noch bis Sonntag unter dem Corona-Notstand, aber die Verwaltung erwägt, für die Olympischen Spiele in der Millionenstadt einen Quasi-Notstand auszurufen.

Im vergangenen Monat hatte IOC-Vizepräsident Coates angedeutet, dass die Spiele in Tokio im Ausnahmezustand stattfinden könnten, was in Japan für Kontroversen sorgte. Coates, der dem Koordinationsgremium des IOC vorsitzt, wird die nächsten drei Tage mit seiner Gruppe in Quarantäne verbringen. Nach Angaben der japanischen Organisatoren würden ihre Aktivitäten für die nächsten elf Tage eingeschränkt, da die Pandemie anhält.

Der Ausnahmezustand in Japan ist jedoch keine vollständige Abriegelung: Restaurants werden keinen Alkohol ausschenken und um 20 Uhr schließen, ebenso Kaufhäuser und Kinos. Größere Kultur- und Sportveranstaltungen sind erlaubt, allerdings nur, wenn die Teilnehmerzahl auf 5.000 Personen begrenzt ist.

Die Olympischen Spiele in Japans Hauptstadt werden nach strengen Hygiene- und Corona-Richtlinien durchgeführt. Wegen der Pandemie waren sie um ein Jahr verschoben worden.

Beim Gipfel der großen Industrienationen (G7) hatte Japans Regierungschef Yoshihide Suga seine Entschlossenheit bekräftigt, die Spiele ungeachtet der Pandemie und des breiten Widerstands in der eigenen Bevölkerung durchzuführen. Am Dienstag reichten Japans Oppositionsparteien einen Misstrauensantrag gegen Sugas Kabinett ein. Aufgrund der parlamentarischen Mehrheit der Koalitionsparteien ist ein Erfolg des Antrags jedoch unwahrscheinlich.

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