Kommentar: Die Uefa hat mit der Regenbogen-Absage wieder einmal eine Chance vertan.

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Kommentar: Die Uefa hat mit der Regenbogen-Absage wieder einmal eine Chance vertan.

Die Stadt München hat darum gebeten, dass das Fußballstadion in München gegen Ungarn nicht in Regenbogenfarben beleuchtet wird. Es ist nicht das erste Mal, dass die Uefa einen Fehler macht.

Mit der Absage des Regenbogens hat die Uefa wieder einmal eine Chance vertan.

Es ist nun sicher, dass der Regenbogen nicht zu Gunsten Ungarns leuchten wird. Der Wunsch der Stadt München, die Frttmaninger Arena für das letzte Gruppenspiel der DFB-Elf in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, wurde von Uefa-Präsident Aleksander Ceferin abgelehnt. Es wäre ein Protest gegen die ultrakonservative Politik des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban gewesen, der gerade ein neues Gesetz zur Diskriminierung von Homosexuellen verabschiedet hat.

Und es wäre eine Botschaft der Uefa gewesen, dass ihre “Equal Game”-Kampagne, die vor der Europameisterschaft begann, mehr ist als nur ein hübsches Gesicht. Ziel der Kampagne war es, alle Formen von Diskriminierung zu bekämpfen. Denn, wie es in der Kampagnensprache des europäischen Dachverbandes heißt: “Rassismus, Homophobie, Sexismus und alle Formen der Diskriminierung sind ein Schandfleck unserer Gesellschaft.”

Die Uefa setzt sich nur für Werte ein, wenn sie nicht kritisch werden.

Den Beweis, dass die Uefa auch dann für diese Überzeugungen einsteht, wenn es kritisch wird, ist der Dachverband schuldig geblieben. Wieder einmal. Stattdessen galt wie in der Vergangenheit das Mantra: Solange es niemandem weh tut, tritt die Uefa für Respekt, Gleichberechtigung und Inklusion ein – aber sobald es den Geschäften des Verbandes schadet, macht sie einen Rückzieher.

Das Stadion in München wird während des EM-Spiels gegen Ungarn nicht in Regenbogenfarben erstrahlen.

dpa-Foto von Tobias Hase

Viktor Orban ist im Moment ein wichtiger Verbündeter der Uefa…. Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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