Kommentar: Der Dfb-Sportschau-Streit: Es fehlt an Kontrolle in den Sportverbänden

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Kommentar: Der Dfb-Sportschau-Streit: Es fehlt an Kontrolle in den Sportverbänden

In den Verbänden hat sich eine unantastbare Kaste von Funktionären herausgebildet. Die Sportler, deren Leben auf dem Spiel steht, haben kein Mitspracherecht.

Der Konflikt beim DFB zeigt einen Mangel an Kontrolle in Sportorganisationen.

Vom Prestige her sind die Spitzenfunktionäre des Sports irgendwo zwischen Führungskräften und Kanalreinigern angesiedelt. Allerdings haben sie einen entscheidenden Vorteil: Während Kanalreiniger im Untergrund arbeiten müssen, können Funktionäre mit den Leistungen ihrer Sportler prahlen. Das ist für die Außendarstellung sehr hilfreich und wird von Politikern, die ein wenig Glanz haben wollen, manchmal nachgeahmt – ein seit Jahrzehnten erprobtes Manipulationsmanöver.

Natürlich ist die Verquickung verschiedener Handlungsfelder falsch. Aber gerade die Führung der größten Sportorganisationen versucht derzeit, sich in einem möglichst negativen Licht darzustellen. Interne Querelen haben den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erfasst.

Der Chef des DFB, Fritz Keller, musste zurücktreten.

An vorderster Front streiten sich der frischgebackene Ex-Präsident Fritz Keller, dessen Sturz ein unverzeihlicher Nazi-Kontrast war, und sein beeindruckend zuverlässiger Vizepräsident Rainer Koch. Einige Mitarbeiter des Dachverbandes erheben schwere Vorwürfe gegen Alfons Hörmann, den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Sie warfen dem Allgäuer in einem anonymen Brief vor, unter seiner Führung eine Atmosphäre der Angst zu schaffen.

Alfons Hörmann hingegen scheint genug Durchhaltevermögen zu haben, um den Sturm zu überstehen. Über allem thront der Teflon-Funktionär Thomas Bach, der das Internationale Olympische Komitee, kurz IOC, stoisch in Richtung Olympische Sommerspiele in Tokio führt, trotz weltweiter Kritik und breiter öffentlicher Opposition in Japan.

Auch Alfons Hörmann steht unter Zugzwang.

Die Unstimmigkeiten, so unterschiedlich sie auch sind, legen strukturelle Probleme offen. Da ist vor allem der Verlust von Macht. Offenbar haben die DOSB-Mitarbeiter der unabhängigen Ethikkommission des Dachverbandes nicht getraut und sind direkt an die Medien gegangen.

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