Joachim Löw hat die einst aussortierten Müller und Hummels quasi zu Heilsbringern erkoren. Für einen EM-Erfolg aber muss der Bundestrainer ganz viele Probleme lösen. Es ist auch ein Wettlauf mit der Zeit. Turniertrainer kann er, hat Löw schon mehrmals bewiesen.

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Joachim Löw hat die einst aussortierten Müller und Hummels quasi zu Heilsbringern erkoren. Für einen EM-Erfolg aber muss der Bundestrainer ganz viele Probleme lösen. Es ist auch ein Wettlauf mit der Zeit. Turniertrainer kann er, hat Löw schon mehrmals bewiesen.

Neue EM-Hauptrollen: Löw startet Kampf gegen die Zweifel

Die Hauptrollen sind neu verteilt, das Manuskript für den EM-Film steht – eine Erfolgsgarantie aber ist das neue Drehbuch des bald scheidenden Bundestrainers noch lange nicht.

Wenn Joachim Löw in einer Woche im österreichischen Ferienort Seefeld seine auserwählten Spieler zum Start der Vorbereitung versammelt, beginnt erst der Kampf um die zuletzt vermisste Stabilität und gegen die Zweifel. “Aktuell steht die deutsche Mannschaft so da, wie die jüngsten Ergebnisse waren, also nicht so berauschend”, sagte der ehemalige DFB-Kapitän Philipp Lahm im EM-Sonderheft des “Kicker”.

Vor allem mit der Rückholaktion der beiden Rio-Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels gelang es dem in den vergangenen Monaten heftig in die Kritik geratenen Löw, öffentlich erst einmal einen Hauch von Aufbruchstimmung zu erzeugen. Größere Kritik an seiner Auswahl gibt es nicht. Die grundlegenden Probleme der jüngeren Vergangenheit aber lösen sich allein durch die Präsenz der Routiniers Müller (31) und Hummels (32) nicht automatisch auf.

“So lange haben wir nicht Zeit, bis das Turnier startet”, erklärte Kapitän Manuel Neuer, wie sein Bayern-Kollege Müller mit elf Endrundenspielen erfahrenster EM-Akteur im 26-köpfigen Kader. Löw muss im Schnelldurchlauf bei den anhaltend komplizierten Bedingungen der Corona-Pandemie die Probleme ausmerzen, die zu den historischen Pleiten in Spanien (0:6) und gegen Nordmazedonien (1:2) führten, die Experten und Fans eigentlich für nicht möglich gehalten hatten.

“Es war so, dass wir unsere Ziele 2019/2020 nicht so erreicht haben und diese Entwicklung nicht so vorangeschritten ist, wie vorgestellt”, gestand Löw nochmals bei der vom DFB bewusst mit vielen Fan- und Kinderfragen aufgelockerten Teampräsentation. Löw muss sich mit seinem Team auch das Vertrauen zurückholen, das seit dem WM- Vorrunden-Debakel 2018 in Russland mehr und mehr geschrumpft ist.

Löw muss beweisen,… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere News-Story.

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