ITA: Chaos und Vertuschung im Gewichtheben, so die Internationale Anti-Doping-Agentur.

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ITA: Chaos und Vertuschung im Gewichtheben, so die Internationale Anti-Doping-Agentur.

Über ein Jahrzehnt hinweg wurden offenbar rund 150 Dopingfälle von der Administration des Internationalen Gewichtheberverbandes (IWF) verschleppt, vertuscht und damit nicht aufgeklärt und verfolgt.

ITA: Das Chaos und die Vertuschung im Gewichtheben

Zu diesem Ergebnis kommt die Internationale Doping-Kontroll-Agentur (ITA) in ihrem am 24. Juni veröffentlichten Untersuchungsbericht. Der frühere IWF-Präsident Tamás Aján, Vizepräsident Nicolae Vlad und Exekutivmitglied Hasan Akkus seien als Ergebnis der Ermittlungen wegen Mittäterschaft und Manipulationsvergehen nach dem Welt-Anti-Doping-Code angeklagt worden, heißt es in der Erklärung. Zwischen 2009 und 2019 habe es rund 146 ungeklärte Dopingfälle gegeben, heißt es in der 50-seitigen Studie.

Das massive Fehlverhalten, so die ITA-Ermittler, sei durch “chaotische organisatorische Abläufe”, “offenkundige Ignoranz, Komplizenschaft oder – im schlimmsten Fall – offensichtliche und geplante Vertuschung verursacht worden.”

Im November 2020 reagierte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada mit “großer Sorge” auf die neuen Vorwürfe gegen den ehemaligen ITA-Präsidenten Ajan. Die Wada schrieb, dass lange Zeit eine “Dopingkultur im Gewichtheben akzeptiert, ermöglicht und vertuscht wurde.” Die ITA war vom Weltverband aufgefordert worden, Dopingkontrollen im Gewichtheben sowie frühere Problemfälle zu untersuchen.

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Der Weltverband der Gewichtheber wurde von der ITA untersucht.

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