Experiment mit Blick auf Tokio: Speerwerfer Röhler hält im Training Ausschau nach “schwerer Luft”.

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Experiment mit Blick auf Tokio: Speerwerfer Röhler hält im Training Ausschau nach “schwerer Luft”.

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat Drohnen über seine Würfe fliegen lassen, um sie zu analysieren.

Speerwerfer Röhler achtet im Training besonders auf “dicke Luft”.

Jetzt hat er in Vorbereitung auf die Sommerspiele in Tokio mit Athleten aus sechs Ländern an einem Experiment zur Auswirkung von Luftverschmutzung auf die Leistung eines Spitzenathleten teilgenommen. “Man kann die Luft nicht hören, nicht schmecken und nicht sehen”, sagte der Leichtathlet aus Jena, Deutschland. “Man kann mehr sportliches Potenzial erreichen, wenn man darauf achtet.”

Feinstaub in den Trainingshallen, abgestandene Luft in den Sporthallen, Verkehrsbelastungen auf den Joggingstrecken und Formaldehyd in der Sportbekleidung sind Elemente des Sportleralltags, die bisher wenig Beachtung fanden. Röhler sagte der Deutschen Presse-Agentur: “In meiner Sportart liegt es immer nahe, alles auf längere Distanzen auszurichten.” Er fügte hinzu, dass es auch darum gehe, langfristig auf die Luftqualität zu achten, um das Wohlbefinden im Training und damit auch die Leistung zu verbessern.

Von morgens bis abends reiste er mit einem Rucksack voller Messgeräte umher und sammelte Daten zur Luftqualität in seiner Trainings- und Wohnumgebung. “Vieles von dem, was gemessen wurde, hat mich überrascht”, so Röhler. “Dicke Luft” sei auch bei einer Dopingkontrolle festgestellt worden, fügte er hinzu: “Die Umkleide, die wir dafür benutzt haben, war ein paar Tage vorher gestrichen worden.”

Die Erkenntnisse über die Luftqualität werden ihm bei der Qualifikation für die Sommerspiele in Tokio wohl kaum helfen. Seine Leistung wird durch anhaltende Rückenprobleme eingeschränkt, und er ist nervös vor dem Start in Japan.

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Leichtathletik.de hat Athletenporträts.

Worldathletics.org hat ein Porträt von Röhler.

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