Ex-Präsident Zwanziger vom Deutschen Fuball-Bund: “Der Dfb ist kein Sanierungsfall”

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Ex-Präsident Zwanziger vom Deutschen Fuball-Bund: “Der Dfb ist kein Sanierungsfall”

Als Fritz Keller als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes zurücktrat, zog er eine vernichtende Bilanz über die Organisation. Theo Zwanziger, der ehemalige Manager, ist fassungslos über die breite Kritik.

“Der DFB ist kein Sanierungsfall”, sagt Ex-Präsident Zwanziger.

Theo Zwanziger kennt sich mit den Abläufen im Deutschen Fußball-Bund bestens aus. Er war mehr als 20 Jahre lang Schatzmeister und Präsident des Verbandes.

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur spricht der 75-Jährige über den Zustand und die Zukunft des DFB sowie über die harsche Abschiedskritik des gestrauchelten Präsidenten Fritz Keller.

In seiner Rücktrittsrede sagte Fritz Keller, der DFB habe die vier Vorgänger müde gemacht. Das gilt auch für Sie. Stimmen Sie ihm zu?

Woher kommt die Sichtweise von Herrn Keller? Theo Zwanziger: Ich bin mir nicht sicher, woher Herr Keller das hat. Für mich war es eine tolle Zeit beim DFB, und ich bin dankbar und stolz auf meine Erfahrungen dort. Niemand hat es geschafft, mich zu überfordern. Natürlich bringt eine solche Position täglich neue Probleme und Belastungen mit sich. Das ändert aber nichts daran, dass meine Zeit beim DFB die mit Abstand schönste meiner Karriere war. Nur die Dreifachbelastung beim DFB, der FIFA und der UEFA hat mich dazu bewogen, vorzeitig als Präsident abzutreten.

Fritz Keller gab dem Verband eine schlechte Gesamtnote und sprach auch von einem Sanierungsfall. Nach welchen Kriterien bewerten Sie den Zustand des Verbandes?

Der DFB musste nicht umstrukturiert werden und muss auch jetzt nicht umstrukturiert werden. Weder während meiner Amtszeit noch während der Amtszeiten meiner Nachfolger. Er ist sportlich auf allen Ebenen wettbewerbsfähig, finanziell stabil und beschäftigt eine große Zahl qualifizierter und engagierter Mitarbeiter, die sich für die satzungsgemäßen Ziele des Verbandes einsetzen.

Die Probleme an der Spitze sind jedoch deutlich.

Unstimmigkeiten in den Führungsgremien gibt es auch in anderen Bereichen des Lebens. Das ist unangenehm und muss vermieden werden. Die gesamte Produktivität der Organisation in Abrede zu stellen, geht dagegen am Thema vorbei und ist nicht sehr hilfreich. Denken Sie an den WM-Sieg 2014 und die Tatsache, dass Deutschland dadurch den Zuschlag für die Europameisterschaft 2024 erhalten hat. Das ist etwas, was kein Sanierungsfall sein kann. Überzogene Kritik an der eigenen Arbeit ist ein Teil des Problems.

Der DFB ist Gegenstand von vier verschiedenen Verfahren. Der Verband sollte sich von den Angeklagten trennen, so Fritz Keller. Was halten Sie von dieser Idee?

Staatsanwälte sind nicht so… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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