Eishockey: Untersuchungen zeigen, dass die Unterstützung für DEB-Präsident Reindl erodiert.

0

Eishockey: Untersuchungen zeigen, dass die Unterstützung für DEB-Präsident Reindl erodiert.

Franz Reindl wurde wegen seiner Doppelfunktion und seines hohen Einkommens angefeindet. Er hatte die Unterstützung von zwölf Landesverbänden. Hessen hat nun beschlossen, ihm die Unterstützung zu entziehen.

Nach einer Studie erodiert die Unterstützung für DEB-Präsident Reindl.

Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), konnte bisher auf den Rückhalt einer beachtlichen Zahl von Landesverbänden zählen. Hintergrund ist die gemeinsame Berichterstattung unserer Redaktion und des Spiegels über Reindl, der als Ehrenpräsident bis Mitte 2020 ein wohl sechsstelliges Jahresgehalt bei einer DEB-Tochtergesellschaft bezieht. Sachsen-Anhalt, Thüringen und die schleswig-holsteinischen Verbände hatten hiergegen ernsthafte Bedenken angemeldet. Rückendeckung erhielt Reindl von den anderen zwölf Verbänden. Hendrik Ansink, der Vertreter Hessens, hat nun seine Unterschrift unter dem Unterstützungsschreiben zurückgezogen.

DEB-Landesverband Hessen: “Es stehen keine Antworten im Raum” zu Medienberichten.

Ansink sagte in einer E-Mail an Reindl, er habe den Eindruck, der DEB-Präsident wolle die Ereignisse aussitzen oder nur halbherzige Antworten auf Nachfragen geben. Dadurch befinde sich der DEB in einer “schwierigen, vielleicht gefährlichen Situation”. Die Medienberichte seien “immer noch unbeantwortet, obwohl die Vorwürfe erhebliche Auswirkungen auf das Ansehen des DEB haben.” Darin seien “Fragen mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen aufgeworfen worden”.

Ähnlich hatte sich Manuel Hiemer, Chef des Landesverbandes Sachsen-Anhalt, geäußert. Auch er habe auf Seiten des DEB keine neuen Erkenntnisse gewonnen. Die Antworten auf die Fragen empfindet er als unzureichend. Der DEB hatte argumentiert, dass Reindls Geschäftsführervertrag bei der DEB-Tochter bereits bei seiner Wahl zum ehrenamtlichen DEB-Präsidenten im Jahr 2014 auf der damaligen Mitgliederversammlung offen thematisiert worden sei. Zumindest Hiemer und Ansink sehen das anders.

Andreas Kornes und Dirk Sing, Sportredakteure der Augsburger Allgemeinen, haben gemeinsam mit ihren Kollegen vom Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” rund um Franz Reindl und den Deutschen Eishockey-Bund recherchiert.

Video: rt1.tv Lesen Sie auch

 

Share.

Leave A Reply