Ehemaliger Meistertrainer: “Es ist das Ende einer Ära”, sagt er. Werder Bremen verabschiedet sich von Schaaf.

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Ehemaliger Meistertrainer: “Es ist das Ende einer Ära”, sagt er. Werder Bremen verabschiedet sich von Schaaf.

Der Vertrag des Technischen Direktors Thomas Schaaf wird nicht verlängert und sorgt bei Werder Bremen für einen Umbruch. Damit geht für den ehemaligen deutschen Meister und Europapokalsieger eine Ära zu Ende.

Schaaf verlässt Werder Bremen am Ende einer Ära.

Er ist eine Legende bei Werder Bremen, doch seine Ära an der Weser geht zu Ende: Thomas Schaaf und Werder Bremen gehen getrennte Wege.

Der Dreijahresvertrag des Technischen Direktors beim Bundesliga-Absteiger, der am 30. Juni ausläuft, wird nicht verlängert. Das berichtet die stets aktuelle “Deichstube”. Auf Nachfrage der dpa wollte sich der Verein zunächst nicht zu dem Bericht äußern.

Erfolgloser Rettungsversuch

Schaaf sah sich als Bindeglied zwischen Werders Profis und dem jugendlichen Potenzial, er wollte eine einheitliche Spielphilosophie auf der Anlage etablieren. Thomas Wolter, der sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, soll nun zusätzlich die Rolle des technischen Leiters übernehmen.

Werders Engagement bei Schaaf endete mit einem Misserfolg. Nach der Trennung von Cheftrainer Florian Kohfeldt hatte der 60-Jährige am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison versucht, Werders Abstieg in die zweite Bundesliga abzuwenden. Der Rettungsversuch in letzter Minute scheiterte. Werder muss in der nächsten Saison wegen der geringeren finanziellen Einnahmen sparen. Zuvor hatte bereits Chefanalyst Mario Baric den Verein verlassen.

Zukunft ungewiss

Der Werder-Urgestein hat den Verein bereits zweimal verlassen: 2014/15 trainierte er Eintracht Frankfurt, in der Saison 2015/16 war er für zehn Spiele bei Hannover 96 verantwortlich. Ob der Erfolgscoach noch einmal auf dem Trainerstuhl sitzen will, ist ungewiss.

Es ist das zweite Mal, dass sich Schaaf von seinem Verein verabschiedet. Im Jahr 2013 endete seine 14-jährige Tätigkeit als Cheftrainer von Bremen. In dieser Zeit hatte er Werder zum Meistertitel (2004) geführt und dreimal den DFB-Pokal gewonnen (1999, 2004, 2009). Seinen Ruf als Profi hatte er jedoch bei den Grün-Weißen begründet. Zwischen 1980 und 1995 absolvierte er 380 Pflichtspiele für Werder, gewann zwei deutsche Meistertitel (1988, 1993) und zweimal den DFB-Pokal (1991, 1994). Sein krönender Abschluss war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992.

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Bericht “Deichstube

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