Dfb-Sportgericht stellt Verfahren gegen Fritz Keller nach dessen Rücktritt ein

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Dfb-Sportgericht stellt Verfahren gegen Fritz Keller nach dessen Rücktritt ein

Fritz Keller wird nach seinem Rücktritt als DFB-Präsident nicht mehr vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wegen seiner Nazi-Aussagen angeklagt.

Das Verfahren gegen Fritz Keller ist vom DFB-Sportgericht eingestellt worden.

Das Verfahren sei von der Ethik-Kammer mit Zustimmung der Ethik-Kommission eingestellt worden, teilte der DFB mit. Mit seiner Entscheidung, am Montag zurückzutreten, hat der 64-Jährige eine mögliche Sperre vermieden.

“Fritz Keller hat aus eigenem Antrieb die Konsequenzen aus der DFB-Führungskrise gezogen und damit die Verantwortung für den angeschlagenen Ruf des DFB übernommen, für den er keineswegs allein verantwortlich ist. “Eine Sanktionierung ist nicht mehr nötig”, sagte Hans E. Lorenz, Vorsitzender des Sportgerichts.

Bei einer Präsidiumssitzung Ende April bezeichnete Keller seinen Vizepräsidenten Rainer Koch als “Freisler”. Roland Freisler war im Nationalsozialismus der Vorsitzende des Volksgerichtshofs. “Das Verhalten von Fritz Keller stellt eine Beleidigung und einen schweren Verstoß gegen den Ehrenkodex des DFB dar. Das Sportgericht hätte eine vorläufige Suspendierung von Funktionen für Fritz Keller erwogen, wenn er nicht zurückgetreten wäre”, sagte Lorenz. “Eine solche Maßnahme wird nun aber obsolet.”

Der Fall wurde am vergangenen Freitag verhandelt, drei Tage später vollzog Keller seinen erklärten Rücktritt. Das Amt des DFB-Präsidenten ist laut Lorenz “eines der am schwierigsten zu besetzenden in Deutschland.” “Gefragt sind Persönlichkeiten, die bereit und in der Lage sind, vertrauensvoll zwischen Amateuren und Profis, Ehren- und Hauptamt zusammenzuarbeiten.”

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