Christina Schwanitz hatte ein verwirrendes Jahr als Kugelstoßerin.

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Christina Schwanitz hatte ein verwirrendes Jahr als Kugelstoßerin.

Christina Schwanitz, die sich dem Ende ihrer glänzenden Kugelstoß-Karriere nähert, hat noch die Olympischen Spiele und möglicherweise die Leichtathletik-Europameisterschaft 2022 in München vor Augen. Die Reise nach Tokio hingegen ist für die Mutter von Zwillingen immer wieder mit neuen Stolpersteinen gespickt.

Christina Schwanitz hatte ein ratloses Jahr als Kugelstoßerin.

Das ausgelassene Lachen, für das Christina Schwanitz in ihrer langen Karriere bekannt ist, ist der Kugelstoßerin im Bad Liebenzeller Kurpark wieder einmal abhanden gekommen.

Nach vier Fehlversuchen und einer Endweite von 18,11 Metern ist die erhoffte erste Olympiamedaille der ehemaligen Weltmeisterin wenige Wochen vor Tokio in weite Ferne gerückt. Sven Lang, ihr Trainer, weiß, wie wichtig das große Ziel für die 35-Jährige ist: “Dafür hat sie ihr ganzes Sportlerleben lang gekämpft.”

Elf internationale Podestplätze stehen in ihrem Lebenslauf, darunter Silber bei der WM 2013, Gold bei der WM 2015 und als Mutter von Zwillingen überraschend Bronze bei der WM 2019 sowie zwei europäische Freiluft-Kronen. Seit ihrem sechsten Platz in Rio 2016, als sie als Mitfavoritin zutiefst enttäuschte, konzentriert sich alles auf Tokio.

Das verflixte Jahr 2021 hingegen erweist sich für Schwanitz als schwierig. Am Dienstagabend in Bad Liebenzell reagierte die Sächsin auf ihren zweiten Platz hinter der Wattenscheiderin Julia Ritter (18,13 Meter). “Heute musste ich die B-Norm für Olympia drücken, was ich auch geschafft habe. “Natürlich hatte ich mir mehr erhofft”, sagte sie.

Schwanitz hat in den vergangenen Monaten viel Lehrgeld bezahlt, denn sie hatte ganz andere Erwartungen an ihre Olympia-Vorbereitung. Von den Hallen-Europameisterschaften im polnischen Torun kehrte sie mit einer Bronzemedaille und einem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule zurück, den sie inzwischen mit Physiotherapie auskuriert hat. Dann musste die Mutter eines vierjährigen Mädchens und eines vierjährigen Jungen innerhalb weniger Tage zwei Todesfälle im eigenen Haus verkraften.

Schwanitz erfuhr in der Nacht vor ihrem Saisonauftakt am 23. Mai in Gateshead, dass sie für einen Start in der Diamond League eine zweiwöchige Quarantäne antreten muss. Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt die Einreise aus dem vom Virus befallenen Großbritannien stark eingeschränkt, die Kugelstoßerin war bereits auf dem Weg auf die Insel.

“Das hat mich natürlich sehr geärgert”, so Schwanitz, zumal sie dadurch auch nicht bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig starten konnte. Ihr Arbeitgeber, die Bundeswehr, hatte ihr die Erlaubnis erteilt,… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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