Auch im deutschen Kader für die Fußball-Europameisterschaft 2021 werden Ergänzungsspieler gesucht.

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Auch im deutschen Kader für die Fußball-Europameisterschaft 2021 werden Ergänzungsspieler gesucht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Spieler unzufrieden sind, war noch nie so hoch wie heute. Die Geschichte hat gezeigt, dass Erfolge manchmal auch von Leistungsträgern aus der zweiten Reihe kommen können.

Im deutschen Kader werden auch Ergänzungsspieler benötigt.

Spieler, die zwar zum Kader gehören, aber nur selten eine Chance bekommen zu spielen, sind praktisch immer dabei. Ohne eine einzige Minute in Brasilien 2014 auf dem Platz gestanden zu haben, kann sich zum Beispiel Kevin Großkreutz als Weltmeister bezeichnen. Wer erinnert sich nicht an Paul Steiner, der sich 1990 in die deutsche WM-Mannschaft hineingeknüppelt hat, aber von Franz Beckenbauer nur im Training eingesetzt wurde?

Doch noch nie war die Zahl der Spieler, die auch nur den Hauch einer Chance auf eine Teilnahme haben, so hoch wie in diesem Jahr. Obwohl die Uefa bis zu fünf Auswechselspieler pro Spiel erlaubt hat, ist die Kadergröße im Vergleich zu früheren Saisons gewachsen.

Die Kader der Europameisterschaft durften von der Uefa wachsen.

Diesmal durften die Manager statt 23 gleich 26 Spieler in den Kader berufen. Dies geschah, um einen Puffer für den Fall einer Corona-Infektion aufzubauen. Diese Option wurde auch von Joachim Löw genutzt. Im Ergebnis stehen nun viele Spieler im Kader, die mit ziemlicher Sicherheit nicht zum Einsatz kommen werden.

Robin Koch zum Beispiel war, nachdem er wegen eines Knieleidens große Teile der Saison verpasst hatte, erst wenige Wochen vor der Nominierung wieder fit. Er habe “natürlich gerechnet, ob es noch reicht” – am Ende hat es gereicht. Wohl auch wegen der neuen Kaderübergröße. Denn an Innenverteidigern herrscht in Löws Auswahl kein Mangel. Neben Antonio Rüdiger, Mats Hummels und Matthias Ginter können auch Niklas Süle und Emre Can diese Position spielen. Unwahrscheinlich ist auch, dass Koch im Mittelfeld eingesetzt wird, wie er es zeitweise bei Leeds United war. Schließlich gibt es nirgendwo mehr Konkurrenz als im Zentrum. Doch Koch darf sich nicht damit abfinden, nur als Trainingspartner zu fungieren. “Während des Turniers kann jeder Spieler wichtig werden”, sagt der 24-Jährige. Deshalb sei es wichtig, dass “jeder im Training an seine Grenzen geht”.

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