Wrexham sorgt für dramatischen Last-Minute-Sieg gegen QPR
Am Samstag, den 24. Januar 2026, erlebten die Fans von Queens Park Rangers und Wrexham ein denkwürdiges Championship-Spiel, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. In einem packenden Duell, das ursprünglich als ein eher unauffälliges Mittelfeld-Match zwischen den beiden Teams in Loftus Road galt, setzten sich die Gäste aus Wrexham mit einem dramatischen 3:2-Sieg durch und stiegen damit erstmals in dieser Saison in die Playoff-Plätze auf.
Wrexham dreht das Spiel in der Nachspielzeit
Das Spiel begann unter dem klaren Eindruck, dass QPR, das Team von Trainer Julien Stephan, die Kontrolle übernehmen würde. Die Gastgeber dominierten zu Beginn das Spiel und gingen bereits in der 6. Minute in Führung: Harvey Vale traf nach einem Abpraller von Kader Dembele’s Schuss, der an die Latte ging. Vale erzielte das Tor mit einem prächtigen Volleyschuss, der unhaltbar an Wrexhams Torwart Arthur Okonkwo vorbei flog. Die QPR-Fans feierten die frühe Führung in vollen Zügen.
Die Wrexham-Spieler zeigten sich zunächst etwas verunsichert. Sie konnten kaum Akzente setzen und schafften es in der ersten Hälfte nicht, einen einzigen Schuss aufs Tor zu bringen. Die Abwehr von QPR, angeführt von Steve Cook und Amadou Mbengue, hielt Wrexham weitgehend in Schach. Kurz vor der Pause vergaben die Gastgeber weitere gute Chancen, was Wrexham noch einmal Glück brachte, dass sie nur mit einem Tor im Rückstand in die Halbzeit gingen.
Doch Wrexham zeigte in der zweiten Halbzeit eine beeindruckende Reaktion. Trainer Phil Parkinson nahm einige taktische Anpassungen vor, und die Gäste glichen in der 54. Minute aus. Callum Doyle, ein Sommer-Neuzugang von Manchester City, setzte sich im Strafraum durch und verwandelte einen niedrigen Schuss, der am nahe gelegenen Pfosten ins Tor ging. Das Tor war eine Wende, die das Momentum auf Seiten von Wrexham verlagerte.
QPR blieb jedoch nicht untätig. Sie drängten weiter nach vorne, und in der 80. Minute erzielte Steve Cook mit einem Kopfball nach einer Ecke das 2:1, was die QPR-Fans erneut jubeln ließ. Es schien, als würde das Spiel damit entschieden sein, aber der Fußball hatte noch einige Überraschungen parat.
In den letzten Minuten nahm das Spiel eine dramatische Wendung. Der QPR-Spieler Amadou Mbengue, der bereits eine Gelbe Karte erhalten hatte, wurde nach einem rücksichtslosen Foul in der Nachspielzeit vom Platz gestellt, was den Gastgebern erheblich schadete. Dies gab Wrexham eine letzte Chance, noch einmal alles zu riskieren.
In der 93. Spielminute erzielte Josh Windass, der als Ersatzspieler auf das Feld gekommen war, den Ausgleichstreffer. Doch es kam noch dramatischer: In der 95. Minute erzielte Oliver Rathbone mit einem 25-Meter-Schuss den Siegtreffer für Wrexham. Der Ball flog an QPR-Torwart Joe Walsh vorbei ins Netz und sicherte den Gästen den 3:2-Sieg. Die Freude bei den Wrexham-Fans war grenzenlos, während die QPR-Anhänger sich nach der unglücklichen Niederlage nur fassungslos die Köpfe schüttelten.
Mit diesem Sieg klettert Wrexham auf den sechsten Platz in der Tabelle, mit 44 Punkten aus 29 Spielen. Es war der erste Einzug in die Playoff-Zone in dieser Saison für das Team, das von den Hollywood-Stars Ryan Reynolds und Rob McElhenney mitbesessen wird. Für QPR bleibt die Enttäuschung, da die Mannschaft trotz eines soliden Spiels in der ersten Hälfte und einer zwischenzeitlichen Führung in den letzten Minuten alles aus der Hand gab. Sie bleiben mit 40 Punkten aus 29 Spielen auf dem 12. Platz und müssen nun ihren eigenen Playoff-Traum neu entfachen.
Für Wrexham war der Sieg nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg, sondern auch ein weiterer Beweis für ihren Kampfgeist. Mit 15 Punkten aus Rückständen sind sie in dieser Saison besonders stark bei der Aufholjagd, nur Coventry und Watford konnten mehr Punkte nach Rückständen holen. Die nächste Herausforderung wartet bereits in der kommenden Woche mit einem Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten Sheffield Wednesday.