West Lothian erhöht Preise für historische Burgh Halls nach finanziellen Einbrüchen
Die Linlithgow Burgh Halls, eines der ältesten und schönsten Gebäude in West Lothian, sollen deutlich teurer werden. Grund sind anhaltende finanzielle Schwierigkeiten der von der Kommunalverwaltung betriebenen Location.
Neue Preismodelle für Hochzeiten und Veranstaltungen
Der Gemeinderat wird noch in diesem Monat über Budgetvorschläge entscheiden, die drastische Erhöhungen der Mietgebühren vorsehen. Ein komplettes Hochzeitspaket in den Burgh Halls könnte künftig bis zu 4.500 Pfund kosten. Die neuen Sätze sollen sich an kommerziellen Veranstaltungsorten orientieren und „Einnahmen generieren“, so Greg Welsh, Leiter des für die Hallen zuständigen Bildungsdienstes.
Konkret sind folgende Erhöhungen im Gespräch: Die Miete für den Garden Room würde von 40 auf 60 Pfund am Wochenende steigen. Die Anmietung einer Halle für eine Hochzeit könnte 750 Pfund kosten, zwei Hallen am Wochenende für Familienfeiern 1.000 Pfund beziehungsweise 2.000 Pfund für Hochzeiten – letzteres in Verbindung mit einer vereinbarten Mindestausgabe an der Bar.
In den letzten zwei Jahren verfehlten die Burgh Halls wiederholt die Einkommensziele von 70.000 bis 100.000 Pfund. Eine Überprüfung ergab, dass die Gebührenstruktur angepasst werden muss, um Kostendeckung zu erreichen und dem Budgetdruck zu begegnen.
Benchmarking gegenüber privater Konkurrenz
Das neue Modell sieht variable Sätze nach Tageszeit, Wochentag und Saison vor. Hochzeitsbuchungen werden auf Basis einer Grundmiete kalkuliert, Serviceleistungen wie Catering separat zu Selbstkosten angeboten. Für größere Events sind Mindestumsätze an der Bar vorgesehen, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern.
SNP-Fraktionschefin Janet Campbell begrüßte die Anpassungen, die auf einen Antrag ihrer Partei im Jahr 2023 folgen. Sie fragte nach, ob die Gebühren nun den vollen Marktwert widerspiegelten. „Ja“, antwortete Greg Welsh, „das durchgeführte Benchmarking hat Hochzeitspakete der privaten gewerblichen Industrie betrachtet und sie entsprechend ausgerichtet, um volle Kostendeckung zu gewährleisten.“ Er bestätigte, dass Mindestausgaben an der Bar in solchen Locations üblich seien.
Ratsvorsitzender Lawrence Fitzpatrick dankte den Beamten für die umfangreiche Liste möglicher Einsparungen und Kostensteigerungen. Die endgültige Entscheidung über die Gebühren fällt der Rat in zwei Wochen bei der Haushaltsberatung.
Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, die historische Location wettbewerbsfähig zu halten und gleichzeitig die öffentlichen Kassen zu entlasten. Die jahrelangen finanziellen Probleme sollen so der Vergangenheit angehören.