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Sport

West Brom holt durch bodenständigen Defensivpunkt wichtigen Atem

In einem von taktischem Kampf und widrigen Bedingungen geprägten Zweitliga-Duell trennten sich der West Bromwich Albion und der FC Stoke am 7. Februar 2026 torlos 0:0. Der eine Punkt fühlte sich für beide Seiten unterschiedlich an: Für die abstiegsbedrohten Baggies bedeutete er den erstrittenen Ausstieg aus den Abstiegsrängen, für die aufstiegsambitionierten Potters war es ein enttäuschender Stillstand.

Defensive standhaft, Chancen rar

Stoke City kam mit der besten Defensivbilanz der Liga nach West Bromwich – nur 28 Gegentore und zwölf Spiele ohne Gegentreffer. Diesen Ruf verteidigte die Mannschaft von Trainer Mark Robins auch an diesem Abend, doch das offensiv schwache Spiel beider Teams sorgte für wenig Unterhaltung. „Es war ein mäßiges Spiel. Ich habe es überhaupt nicht genossen“, kommentierte Robins nach dem Spiel nüchtern gegenüber BBC Radio Stoke. Ein Unentschieden auswärts müsse man aber hinnehmen.

Die beste Gelegenheit für die Gäste hatte Bosun Lawal in der zweiten Hälfte, als er nach Vorarbeit von Debütant Jesurun Rak-Sakyi eine gute Position vergab. Bei West Brom sorgte der ebenfalls debütierende Leihling Jamal Jimoh-Aloba von Aston Villa für den gefährlichsten Moment, als seine Schuss zwölf Minuten vor der Pause Torhüter Tommy Simkin zu einer flinken Parade zwang.

Der spielentscheidende Treffer blieb jedoch aus, obwohl beide Trainer in der zweiten Hälfte die Offensive mit mehreren Wechseln befeuerten. Stoke-Ersatzspieler Million Manhoef, gerade von einer Verletzung zurück, kam noch zu einer letzten großen Chance, scheiterte aber an West-Brom-Keeper Max O’Leary.

Ein Punkt mit psychologischer Wirkung

Für West Brom war die Null auf der Gegenseite ein überfälliger Erfolg. Es war der erste Sieg ohne Gegentor unter dem neuen Trainer Eric Ramsay, der seit Januar ohne Sieg geblieben war und in seinen ersten vier Spielen zwölf Gegentore kassiert hatte. Das Team war nach fünf Niederlagen und einem Remis in den sechs Spielen zuvor in die Abstiegszone gerutscht. Der Punkt katapultierte sie nun über Blackburn Rovers und Leicester City auf Platz 20.

„Abgesehen vom Ergebnis war es das, was wir wollten. Wir wollten, dass sich die Leistung anders anfühlt, und das tat sie zweifellos“, sagte Ramsay gegenüber BBC WM. Er hob hervor, was bei der Niederlage gegen Portsmouth gefehlt habe, sei heute da gewesen. Die Defensive um Nat Phillips, Chris Mepham und Torhüter O’Leary hielt dicht.

Auf Stoke-Seite musste Robins auf zahlreiche verletzte Spieler zurückgreifen und setzte mit Rak-Sakyi einen Spieler ein, der seit Dezember nicht mehr gespielt hatte. „Es braucht Zeit, bis alles zusammenschmilzt“, erklärte der Trainer die noch holprigen Abläufe. Die Mannschaft bleibt auf Platz 13, bleibt aber im Rennen um die Play-off-Plätze.

Die unmittelbare Zukunft stellt beide Teams vor weitere Prüfungen. West Brom reist am 10. Februar zum Lokalrivalen Birmingham City, während Stoke einen Tag später beim FC Charlton Athletic antritt. Das 0:0 im Hawthorns könnte für West Brom der Wendepunkt im Kampf um den Klassenerhalt sein, für Stoke hingegen eine verpasste Gelegenheit, im Aufstiegsrennen Druck aufzubauen.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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