Verletzungskrise bei Tottenham: Bis zu 13 Spieler vor ManUnited-Spiel gefährdet
Tottenham Hotspur geht mit einer beispiellosen Verletztenliste ins Topspiel der Premier League am Samstag bei Manchester United. Nach dem 2:2 gegen Manchester City müssen die Spurs mit bis zu 13 fehlenden Spielern aus der ersten Mannschaft rechnen. Die kurze Erholungsphase von fünf Tagen reicht kaum aus, um die zahlreichen medizinischen Probleme zu lösen.
Akute Sorgen vor dem Old Trafford
Im Fokus stehen vier Spieler, die in dieser Woche genau beobachtet werden: Stürmer Dominic Solanke, die Innenverteidiger Cristian Romero und Micky van de Ven sowie Außenverteidiger Djed Spence. Solanke, der mit einem Doppelpack gegen City glänzte, musste mit einem umgeknickten Knöchel ausgewechselt werden, betonte aber selbst: „Mir geht es gut.“ Trainer Thomas Frank gab zu, den Angreifer aufgrund der Personalsituation „ein bisschen gezwungen“ zu spielen, obwohl er noch nicht vollständig fit sei.
Bei Verteidiger Kevin Danso sieht es hingegen nach einem längeren Ausfall aus. Der Österreicher zog sich gegen Eintracht Frankfurt eine Bänderverletzung im großen Zeh zu. „Ein Ligament riss“, so Frank, der das Ausmaß noch nicht genau beziffern kann.
Die potenziell gute Nachricht kommt aus der Abwehrzentrale. Sowohl Van de Ven (kleinere Beschwerden) als auch Kapitän Romero, der mit einer Erkrankung kämpfte, werden für das Spiel bei United am 7. Februar erwartet. Djed Spence, der mit einer leichten Wadenverletzung fehlte, könnte ebenfalls zurückkehren.
Langzeitausfälle belasten die Saisonplanung
Die akuten Probleme kommen zu einer langen Liste von Spielern hinzu, die Tottenham schon länger fehlen. Der Angreifer Richarlison fällt sieben Wochen mit einer Oberschenkelverletzung aus, eine Rückkehr ist frühstens im März möglich. Der Brasilianer erlitt das Problem im FA Cup gegen Aston Villa.
Noch härter trifft es Mittelfeldspieler Rodrigo Bentancur. Er musste sich einer Operation an der Oberschenkelmuskulatur unterziehen und wird für drei Monate ausfallen. Ebenfalls bis etwa April fehlen werden der Neuzugang Mohammed Kudus (Quadrizeps-Sehne) und der talentierte Schwede Lucas Bergvall, der sich eine schwere Knöchelverstauchung zuzog und zwei bis drei Monate pausieren muss.
Besonders dramatisch war der Anblick von Ben Davies, der sich vor zwei Wochen gegen West Ham United den Knöchel brach. Der Waliser musste mit Sauerstoff vom Platz getragen und operiert werden. Es gibt Befürchtungen, dass er die gesamte Saison ausfällt, was sein letztes Spiel für den Club gewesen sein könnte, da sein Vertrag im Sommer ausläuft.
Weitere langfristige Abwesenheiten sind Dejan Kulusevski, der seit April 2025 mit chronischen Knieschmerzen kämpft, und James Maddison. Der englische Nationalspieler erlitt im Vorbereitungsspiel gegen Newcastle einen Kreuzbandriss und wird voraussichtlich die gesamte Saison 2025/26 verpassen. Seine Rückkehr wird für den Sommer 2026 erwartet.
Diese Krise stellt Trainer Thomas Frank vor immense taktische Herausforderungen. Die jüngsten Ergebnisse – ein 2:0 gegen Frankfurt und das Unentschieden gegen City – zeigen zwar Moral, aber die personelle Tiefe ist extrem strapaziert. Wie die Spurs mit dieser Situation im harten Saisonendspurt umgehen, wird ihre Ambitionen in der Liga und in der Champions League maßgeblich bestimmen.