Tottenham-Manager Frank äußert sich zu Romeros Transferkritik
Tottenham Hotspur befindet sich in einer angespannten Phase, nicht nur wegen einer langen Verletztenliste, sondern auch aufgrund interner Unmutsbekundungen. Kapitän Cristian Romero löste erneut eine Kontroverse aus, indem er sich in den sozialen Medien kritisch über die Vereinsführung äußerte.
Ein „leidenschaftlicher“ Ausbruch
Romero veröffentlichte seinen Beitrag auf Instagram unmittelbar nach Schließung des Wintertransferfensters am Montagabend. Darin kritisierte er, es sei „eine Schande“, dass der Klub im letzten Spiel gegen Manchester City nur elf verfügbare Spieler gehabt habe. Der Argentinier, der in jener Partie wegen Unwohlseins ausgewechselt worden war, lobte zwar den Teamgeist beim 2:2-Rückstand, doch der Zeitpunkt seines Posts war deutlich: Tottenham hatte am Deadline Day keinen Neuzugang für die erste Mannschaft getätigt.
Trainer Thomas Frank gab daraufhin in seiner Pressekonferenz vor dem nächsten Spiel eine gemäßigte Antwort. „Cuti ist eine sehr leidenschaftliche Person, die auf dem Platz alles gibt“, sagte Frank. „Es kann einen Ausbruch geben. Das ist etwas, was wir intern behandelt und geregelt haben.“ Er betonte jedoch auch: „Es gibt eine Art, Dinge zu tun. Ich hätte es nicht so gemacht. Das ist meine Botschaft.“
Die Personalsituation ist tatsächlich angespannt. Neben Romero fielen mit Kevin Danso, Djed Spence und Micky van de Ven weitere Spieler kurz vor dem City-Spiel verletzt aus. Dies war bereits Romeros zweiter öffentlicher Vorstoß in diesem Monat, nachdem er für ähnliche Kritik nach der Niederlage gegen Bournemouth Anfang Januar nicht bestraft worden war.
Transferpolitik: Qualität vor Schnellschüssen
Frank verteidigte die Transferaktivitäten des Clubs im Januar. Man habe mit Conor Gallagher einen „Qualitätsspieler für die Startelf“ und mit dem Brasilianer Souza einen jungen Linksverteidiger für die Zukunft verpflichtet. Der Abgang von Brennan Johnson und die Verletzungen hätten die Situation erschwert. „Wir haben versucht, mehr zu tun, aber es war aus welchen Gründen auch immer nicht möglich“, räumte Frank ein.
Seine Linie blieb dabei konsequent: „Ich habe die ganze Zeit gesagt, dass es sehr, sehr wichtig ist, dass wir gute Entscheidungen treffen. Sie müssen sowohl für die kurze als auch für die lange Frist sein.“ Der Manager betonte, man lasse sich nicht zu übereilten Entscheidungen oder kurzfristigen Notlösungen drängen. Im Vergleich zu vielen anderen Premier-League-Clubs sei die Transferbilanz in Ordnung.
Abschließend verwies Frank auf die Interpretationsmöglichkeit von Textnachrichten: „Das Schöne an geschriebenem Text ist, dass man viel hineinlesen kann, und die einzige Person, die wusste, was es bedeutete, war Cuti.“ Letztlich zeige der Vorfall aber auch den absoluten Willen des Kapitäns, mit seinen Teamkollegen Großes zu erreichen.