Tippett führt Flyers zu beeindruckendem Sieg über Avalanche in Denver
Am 23. Januar 2026 reisten die Philadelphia Flyers nach Denver, um gegen die Colorado Avalanche anzutreten – ein Team, das mit einer nahezu unaufhaltsamen Heimbilanz von 20-1-4 und der besten Defensive der Liga aufwarten konnte. Doch in einem unerwarteten Dreh der Ereignisse überrollten die Flyers die Avalanche mit einem 7:3-Sieg und beendeten ihre jüngste Niederlagenserie auf eindrucksvolle Weise. Es war ein unerwarteter Triumph, der den Denver-Fans den Schock versetzte und Philadelphia mit einem saisonbesten Ergebnis von sieben Toren verließ.
Die Avalanche, mit einer herausragenden Bilanz von 34-5-9 und bekannt für ihre schnelle und strukturierte Spielweise, sahen sich einem Flyers-Team gegenüber, das in den letzten Spielen Probleme hatte, das Spiel zu beenden. Die Flyers hatten im Vorfeld eine enttäuschende Overtime-Niederlage gegen Utah erlitten und standen auf einer enttäuschenden 1-7-Bilanz in ihren letzten acht Spielen. Trotz dieser Ausgangslage nahmen sie das Spiel sofort in die Hand.
Starker Auftritt von Tippett und Ersson
Philadelphia begann mit einer überraschend effizienten Offensive. Goalie Sam Ersson, der zum dritten Mal in Folge startete, hatte im ersten Drittel enorm viel Arbeit vor sich. Colorado setzte die Flyers mit einem Schussverhältnis von 14:1 gehörig unter Druck, doch Ersson hielt mit einer Karrierebestleistung von 17 Paraden im ersten Drittel stand. In der 10. Spielminute brach Owen Tippett schließlich den Bann und erzielte das erste Tor des Spiels nach einer Vorlage von Denver Barkey und Cam York. Nur wenige Minuten später erhöhte Barkey mit seinem zweiten Saisontor auf 2:0, was durch einen präzisen Pass von Matvei Michkov und Tippett ermöglicht wurde.
Doch die Avalanche gaben nie auf. Im zweiten Drittel verkürzte Parker Kelly den Rückstand auf 2:1, gefolgt von einem Ausgleichstor von Victor Olofsson, vorbereitet von Nathan MacKinnon. Doch Philadelphia reagierte schnell: Bobby Brink erzielte sein 13. Saisontor, um die Führung wiederherzustellen. Kurz darauf glich Colorado erneut aus, als Cale Makar den 3:3-Ausgleich erzielte. Das zweite Drittel entwickelte sich zu einer wahren Achterbahnfahrt, in der beide Teams in weniger als fünf Minuten vier Tore erzielten.
Im Schlussabschnitt setzte Philadelphia dann seinen Lauf fort. Tippett, der bereits ein Tor erzielt hatte, traf erneut und brachte die Flyers mit 4:3 in Führung. Wenig später erhöhte Emil Andrae mit einer feinen Vorlage von Garnet Hathaway auf 5:3. Colorado sah sich plötzlich einem wachsenden Rückstand gegenüber, der nur schwer zu überwinden war.
Mit einem weiteren Schockmoment für die Avalanche machte Tippett in Unterzahl das, was für viele das Highlight des Spiels war: einen Turnover erkämpfen und allein auf das Tor zu stürmen, um seinen dritten Treffer zu erzielen und die Flyers mit 6:3 in Führung zu bringen. Wenige Minuten vor dem Ende erzielte Michkov sein zweites Tor des Spiels und besiegelte den 7:3-Sieg für Philadelphia.
Ersson, der mit 32 Paraden bei 35 Schüssen glänzte, war ein Fels in der Brandung und trug maßgeblich dazu bei, dass die Flyers ihre Defensive stabilisierten und im entscheidenden Moment zuschlugen. Tippett, der mit einem Hattrick und vier Punkten glänzte, war unaufhaltsam und führte das Team zu einem verdienten und überraschenden Sieg.
Die Niederlage für Colorado, die erst ihre zweite Heimniederlage in dieser Saison darstellt, wirft Fragen auf. Die Avalanche, bekannt für ihre solide Defensive, konnten den aggressiven Offensivdruck der Flyers nicht standhalten. Goalie Mackenzie Blackwood, der nach einer Verletzung zurückkehrte, hatte Mühe, den Sturm der Flyers zu stoppen, was zu einem dramatischen Bruch in der Defensive führte.
Für die Flyers geht es nun nach Hause, wo sie am 26. Januar gegen die New York Islanders antreten werden, um ihre gute Form weiter auszubauen. Colorado hingegen wird die Niederlage als eine Gelegenheit nutzen müssen, um sich von dieser überraschenden Pleite zu erholen und ihre gewohnte Stabilität wiederzufinden.
Die Flyers’ Sieg in Denver ist ein klarer Hinweis darauf, dass selbst die besten Teams der Liga in der Lage sind, an einem schlechten Tag zu versagen. Für Philadelphia war es der perfekte Abschluss einer herausfordernden Auswärtstour und ein Statement an ihre Kritiker, dass sie auch gegen die größten Konkurrenten bestehen können.