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Steelers prüfen Cowboys-Trainer Lunda Wells für OC-Position

Die Pittsburgh Steelers haben ein Auge auf Lunda Wells, den Tight-End-Coach der Dallas Cowboys, geworfen, um die vakante Position des Offensive Coordinators zu besetzen. Diese Entwicklung, die am 27. Januar 2026 bekannt wurde, könnte weitreichende Auswirkungen auf beide Franchises haben. Wells, der 43-jährige Trainer, wird von den Steelers als möglicher Kandidat gehandelt, da der neue Head Coach Mike McCarthy seine Coaching-Mannschaft formt – eine Rückkehr zu seinen Wurzeln in Pittsburgh.

Wells und McCarthy haben eine enge berufliche Beziehung, die bis in das Jahr 2020 zurückreicht, als McCarthy die Leitung der Cowboys übernahm. Wells, der als Tight-End-Coach während McCarthys gesamter Zeit in Dallas tätig war, bleibt auch nach dem Ende von McCarthys Vertrag 2024 ein wichtiger Bestandteil des Teams. Trotz der Ernennung von Brian Schottenheimer als neuer Offensivkoordinator blieb Wells in seiner Position, was seine hohe Wertschätzung innerhalb der Organisation widerspiegelt.

Nun, da McCarthy nach Pittsburgh zurückkehrt, um die Steelers zu führen, scheint er darauf bedacht zu sein, sich mit vertrauten Gesichtern zu umgeben. Laut NFL Network wollte McCarthy als Trainer seines Heimatteams arbeiten, nachdem er in Pittsburgh aufgewachsen ist. Die Steelers, die für ihre Stabilität bekannt sind, setzen auf McCarthy, um eine neue Ära einzuleiten. Dieser sieht in Wells einen wertvollen Kandidaten für die Offensive.

Wells‘ Qualifikationen und Aufstieg

In den letzten Wochen war Wells bereits in den Fokus geraten, als er sich um die Offensive Coordinator-Position bei den Washington Commanders bewarb, jedoch letztlich nicht ausgewählt wurde. Trotz dieser Absage gilt seine Kandidatur bei den Steelers als vielversprechend. Dies liegt vor allem an seiner Expertise in der Entwicklung junger Talente. Unter seiner Anleitung erlebten Cowboys-Tight-Ends wie Dalton Schultz und Jake Ferguson bemerkenswerte Karrieresprünge. Ferguson, der in der vierten Runde des Drafts 2022 verpflichtet wurde, erzielte in der Saison 2025 beeindruckende 82 Receptions und 8 Touchdowns.

Die positive Wahrnehmung von Wells als Entwickler von Spielern hat sich in der NFL herumgesprochen. Marcus Mosher von Locked on Cowboys hob hervor, dass Wells nicht nur im Tight-End-Spiel, sondern auch im Laufspiel und der Offensive Line der Cowboys eine wichtige Rolle spielte. „Wells hat das Tight-End-Spiel in Dallas maßgeblich geprägt, und er ist einer der respektiertesten Trainer in der Liga“, sagte Mosher.

Wells‘ Karriereweg führt ihn von Louisiana, wo er an der Southern University als offensiver Lineman spielte, über die High School bis hin zu den New York Giants, die ihn 2012 als Offensive Quality Control Coach engagierten. Nach acht Jahren bei den Giants, in denen er schließlich die Position des Tight-End-Coachs übernahm, folgte der Wechsel zu den Cowboys unter McCarthy im Jahr 2020. In Dallas setzte er seinen Aufstieg fort und trug zur Entwicklung von Talenten bei, die heute zu den besten der Liga gehören.

Die zeitliche Nähe der Steelers-Interview-Anfrage zu Wells‘ Engagement als Head Coach des West-Teams beim East-West Shrine Bowl 2026 in Frisco, Texas, zeigt, wie hoch sein Profil inzwischen ist. Diese Gelegenheit, sein Können auf der nationalen Bühne zu präsentieren, könnte sein Bewerbungsschreiben für den Posten des Offensive Coordinators weiter gestärkt haben.

Einige Fragen zur tatsächlichen Rolle des Offensive Coordinators bei den Steelers bleiben jedoch bestehen. McCarthy ist dafür bekannt, dass er als Head Coach selbst das Calling der Plays übernimmt, was die Rolle des Coordinators im Spielbetrieb möglicherweise einschränkt. Trotzdem argumentieren viele, dass Wells‘ Erfahrung in der Entwicklung von Spielern und seine langjährige Coaching-Historie ihn zu einem geeigneten Kandidaten machen.

Ob Wells die Position des Offensive Coordinators bei den Steelers schließlich übernehmen wird, bleibt abzuwarten. Doch das Team zeigt durch sein Interesse an ihm, dass es bereit ist, sowohl bewährte Kräfte aus der Vergangenheit als auch neue Ideen für die Zukunft zu integrieren. Sollte er den Job bekommen, wird Wells eine neue Herausforderung annehmen, die ihn von der bekannten Rolle des Tight-End-Coachs in eine weitaus größere Verantwortung führt. Die Steelers, die nach dem Weggang von Arthur Smith einen neuen Offensivstratege suchen, werden in den kommenden Tagen wohl eine Entscheidung treffen.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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