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Sport

Spätes Drama in Ann Arbor: Michigan dreht Spiel gegen Michigan State in Overtime

In einem historischen Duell der beiden besten College-Eishockeyteams der USA hat die University of Michigan einen scheinbar sicheren Sieg des Rivalen Michigan State zunichte gemacht. Die Wolverines kämpften sich am Freitagabend im ausverkauften Yost Ice Arena von einer 1:3-Rückstand in der dritten Periode zurück und gewannen schließlich mit 4:3 nach Overtime.

Perron beendet das Nervenspiel im Powerplay

Den entscheidenden Treffer erzielte Jayden Perron in der Überzahl. Nach einem Weitschuss von Michael Hage schoss Perron den Puck aus der rechten Angriffszone an Torhüter Trey Augustine vorbei. Das Spiel endete damit nach 1:50 Minuten in der Overtime, die im Big Ten nach regulärer Spielzeit im 3-gegen-3 ausgetragen wird. Die Gelegenheit ergab sich durch eine Unnötige-Härte-Strafe gegen Eric Nilson von den Spartans.

„Es brauchte eine Teamleistung für diesen Sieg, aber es fühlte sich definitiv gut an, es dort in der Overtime zu beenden“, sagte der Matchwinner Perron nach dem Spiel. Sein Trainer Brandon Naurato, nun im vierten Jahr bei Michigan, lobte die Atmosphäre: „Ich habe Yost noch nie so laut erlebt.“

Die Wende leitete bereits in der Schlussdrittel ein spektakulärer Konter von Kienan Draper ein. Während Michigan State in Überzahl spielte, eroberte der Sohn von Detroit-Legende Kris Draper den Puck in der eigenen Zone und lief zum entscheidenden Alleingang an. Sein präziser Wrist Shot unter die Latte glich zum 3:3 aus. „Das war ein spielverändernder Spielzug und ein spielveränderndes Tor“, so Perron über die Aktion seines Teamkollegen.

Statistisches Gleichgewicht und bittere Pille

Die Statistiken zeigten, wie ausgeglichen der Kampf war. Beide Torhüter, Augustine für Michigan State und Stephen Peck für Michigan, kamen auf jeweils 31 gehaltene Schüsse. Die Wolverines festigen mit dem Sieg ihre Tabellenführung in der Big Ten Conference und haben nun drei Punkte Vorsprung auf die Spartans.

Für Michigan State war die Niederlage nach einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung schwer zu verdauen. „Es war eine bittere Pille zu schlucken“, räumte Spartans-Coach Adam Nightingale ein. „Aber jetzt geht es darum, sich zu sammeln und auf morgen vorzubereiten.“ Die Führung hatten die Gäste durch Tore von Shane Vansaghi und Owen West im zweiten Drittel aufgebaut, nachdem Charlie Stramel in der ersten Spielhälfte die Führung erzielt hatte. Michigans Nick Moldenhauer und Asher Barnett waren die anderen Torschützen für die Wolverines.

Dieses Aufeinandertreffen war das erste in der Geschichte der Rivalität, bei dem beide Mannschaften die Plätze eins und zwei der nationalen Rangliste belegten. Die Wolverines bewiesen erneut ihre Moral: „Dieses Team kann alles. Zwei Tore in der dritten Periode aufzuholen ist nicht leicht, besonders gegen dieses Team, aber wir haben einen Weg gefunden“, resümierte Draper.

Die Rivalität setzt sich sofort fort. Beide Teams treffen bereits am Samstag, dem 7. Februar 2026, zum nächsten Spiel der Serie in der Little Caesars Arena in Detroit erneut aufeinander. Die Spartans sind nun umso mehr auf Revanche aus. Wenn der Freitag ein Indikator war, dürfen die Fans ein weiteres spektakuläres Kapitel dieser historischen Rivalität erwarten.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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