Sir Gino erleidet bei Cheltenham Verletzung und sorgt für Bestürzung
Am 24. Januar 2026 wurde der Cheltenham-Renntag von einer plötzlichen Tragödie überschattet, als der Favorit für die Champion Hürde, Sir Gino, eine vermutete Beckenverletzung erlitten hat. Vor über 25.000 Rennsportfans hatte der sechsjährige Wallach aus dem Stall von Nicky Henderson die Bühne betreten, um seine makellose Bilanz im Grade-Two-Unibet-Hürdenrennen zu verlängern. Doch nach einer vielversprechenden Anfangsphase stoppte ihn ein schwerer Vorfall, der die Stimmung in der Rennarena dramatisch veränderte.
Unerwartete Wendung beim Unibet Hürdenrennen
Sir Gino war als klarer Favorit mit den Wettquoten 2/5 in das Rennen gegangen, nachdem er im Dezember nach einer einjährigen Zwangspause aufgrund einer schweren Beininfektion mit einem beeindruckenden Sieg im Grade-One-Weihnachts-Hürdenrennen in Kempton zurückgekehrt war. Die Fans waren gespannt, den talentierten Hengst erneut auf der Rennbahn zu sehen, insbesondere als er seine Stärken auf der Strecke unter Beweis stellte. Jockey Nico de Boinville hielt Sir Gino zunächst am Ende des Feldes, wobei der Wallach die Hürden mit Leichtigkeit nahm.
Doch als das Feld der vier Teilnehmer sich dem dritten Hindernis näherte, geschah das Unglück. Sir Gino zog plötzlich sein rechtes Hinterbein an, und das Pferd wurde auf der Stelle lahm. De Boinville reagierte sofort, hielt das Pferd an und die medizinischen Teams der Rennbahn errichteten schnell die grünen Sichtschutzwände, um die Verletzung zu verbergen. Das Publikum, das bis zu diesem Moment von der Vorstellung des Favoriten elektrisiert war, wurde sofort von Schock und Besorgnis ergriffen.
Sir Gino wurde in das Pferdeambulanzfahrzeug gebracht und sofort von Tierärzten behandelt. Trainer Nicky Henderson, der das Pferd über die Jahre betreut hat, gab später ein emotionales Interview, in dem er die Situation schilderte: „Es scheint eine Beckenverletzung zu sein, aber wir müssen abwarten, bis das Pferd im Krankenhaus gründlich untersucht wird“, sagte er. Er betonte, dass er trotz der Besorgnis weiterhin hoffte, dass Sir Gino von der Verletzung genesen würde.
Reaktionen aus der Rennszene
Der Schock war spürbar, nicht nur unter den Fans, sondern auch unter den Rennsportprofis. Henderson, der in seiner Karriere zahlreiche Spitzentiere trainiert hat, war sichtlich betroffen und äußerte sich besorgt über die Ungewissheit, die nun über Sir Ginos Zukunft schwebte. „Pelvic injuries können entweder groß oder klein sein“, erklärte Henderson. „Wir müssen abwarten und hoffen, dass er sich erholt.“
Die Jockey Club gab später in einer Erklärung bekannt, dass Sir Gino zunächst auf der Rennbahn behandelt wurde, bevor er in die Three Counties Equine Hospital in Tewkesbury transportiert wurde, um eine genauere Untersuchung durchzuführen. „Alle haben alles getan, was sie konnten, um ihm zu helfen“, hieß es in der Erklärung. Die Reste des Rennens, das „The New Lion“ knapp vor „Nemean Lion“ und „Brentford Hope“ gewann, gerieten fast in den Hintergrund, da alle Blicke auf Sir Gino gerichtet waren.
Für Henderson und die Besitzer von Sir Gino, Joe und Marie Donnelly, war der Vorfall ein schwerer Schlag. Das Pferd, das durch seine außergewöhnliche Rückkehr und seine beeindruckende Bilanz von sieben Siegen in acht Rennen eine wahre Ikone des Rennsports geworden war, kämpfte nun gegen eine mögliche Karrierebedrohung. „Er ist ein ganz besonderer Hengst“, sagte Henderson, der die Bedeutung von Sir Gino sowohl für sich selbst als auch für den gesamten Rennstall unterstrich.
Das Rennen war nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch eine Erinnerung an die unvorhersehbaren Risiken, die im Pferderennsport immer präsent sind. Trotz der anfänglichen Schockwellen blickt die Rennwelt nun mit Hoffnung auf die Genesung von Sir Gino, dessen Mut und Klasse bereits viele in den Bann gezogen haben. Die nächste Phase wird entscheidend sein, wenn es darum geht, zu bestimmen, wie ernst die Verletzung wirklich ist.