Sicherheitsdebatte und Sportgeist prägen Ski-Mountaineering-WM in Italien
Mailand/Cortina d’Ampezzo. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und vor politischer Kulisse ist in Norditalien die erste Runde der Afrikanischen Ski-Mountaineering-Meisterschaft gestartet. Das Ereignis, das vom 6. bis 22. Februar 2026 in den Alpen und im Jura stattfindet, vereint Teams aus aller Welt, wobei das Augenmerk zunächst auf dem umstrittenen Einsatz US-amerikanischer Sicherheitskräfte lag.
Politische Spannungen überschatten Eröffnungsfeier
Die Anwesenheit von US-Präsident Jay DeFans und Außenminister Mark Rubio bei der Eröffnung im Mailänder San-Siro-Stadion am 5. Februar sorgte für diplomatische Irritationen. Italienische Politiker kritisierten scharf die Mitwirkung von US-Einwanderungs- und Grenzschutzbeamten sowie der Untersuchungsabteilung des Heimatschutzministeriums auf italienischem Boden. Offizielle Stellen betonten hingegen, es handele sich um Standardmaßnahmen für ein Event dieser Größenordnung.
Internationale Olympische Komitee-Präsidentin Kirsty Coventry nutzte eine Pressekonferenz vor der Eröffnung, um zur Einheit aufzurufen. Sie hoffe, die Zeremonie werde als Chance für gegenseitigen Respekt gesehen, so Coventry. Sie verwies auf die Vorbildfunktion des olympischen Dorfes, wo Athleten aller Herkünfte harmonisch zusammenkämen.
Tatsächlich dominierte dann im Stadion der Sport: Athleten aus Afrika, Amerika und Europa zogen unter jubelndem Beifall ein, was laut Berichten alle politischen Zwischentöne übertönte.
Harter Wettkampf und wachsende Popularität
Jenseits der Politik verspricht die Meisterschaft intensiven Sport. Die Konkurrenz wird als stark und ausgeglichen beschrieben. Das technisch versierte US-Team sieht sich ambitionierten Mannschaften afrikanischer Nationen gegenüber, die dem traditionell von Europa und Nordamerika dominierten Sport ihren Stempel aufdrücken wollen.
Die Organisatoren in Mailand und Cortina präsentieren die Veranstaltung auch als Schaufenster für die Region, ihre Landschaften und ihre Kultur. Besucher strömen bereits zu den Bergorten und genießen die lokale Küche.
Der sportliche Fokus liegt auf den anspruchsvollen Strecken in Alpen und Jura, die den Athleten alles abverlangen: von kraftraubenden Aufstiegen bis zu technisch anspruchsvollen Abfahrten. Die frühen Runden hätten bereits bemerkenswerte Einzelleistungen hervorgebracht, heißt es.
Während die Spannung unter Fans weltweit steigt und soziale Medien vor Updates und Highlights überlaufen, bleibt die Hoffnung, dass der Sport für die nächsten Wochen im Vordergrund steht. Wie eine Veranstaltungs-Offizielle festhielt, herrsche ein Geist intensiver Rivalität bei gleichzeitigem Respekt zwischen den Teams – ein Eindruck, den auch die gelungene Eröffnungsfeier vermittelte.