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Sport

Sam Allardyce kritisiert Celtic-Coach Wilfried Nancy erneut

Sam Allardyce hat erneut scharfe Kritik an Celtic-Trainer Wilfried Nancy geäußert und dessen „unflexibles“ 3-4-3-System als hinderlich für den Erfolg des französischen Trainers bezeichnet. Der ehemalige Premier-League-Coach, bekannt für seine direkten Aussagen, hatte Nancy schon vor kurzem mit einem „Schulmeister“-Vergleich konfrontiert, als dieser im Spiel gegen Hearts beim 2-1-Niederlage auf Parkhead seinen Taktikboard benutzte.

Allardyce sieht Probleme für Nancy

Nach Nancys enttäuschendem Start in Schottland, der durch eine 3-1-Niederlage im Premier Sports Cup-Finale gegen St. Mirren weiter erschwert wurde, äußerte Allardyce erneut seine Bedenken. Er erklärte, dass das Festhalten an einem festen System ohne Anpassungen gegen die Schwierigkeiten bei Celtic ankämpfen würde. „Solange er nicht von seiner bevorzugten Formation abweicht, wird es schwer für ihn, in Glasgow Erfolg zu haben“, sagte Allardyce. Nancy, der zuvor als Trainer von Columbus Crew bekannt wurde, hatte nach der Niederlage in Hampden betont, dass er weiter an seiner Philosophie festhalten würde.

Die Probleme bei Celtic sind offensichtlich: Nancy ist der erste Trainer der Geschichte des Vereins, der seine ersten drei Spiele verliert. Doch Allardyce bleibt bei seiner Kritik und stellte klar, dass nur eine Veränderung des taktischen Ansatzes zu besseren Ergebnissen führen könne. „Wenn man ein System hat, das immer wieder versagt, sollte man dann nicht nachdenken und es ändern? Ansonsten bleibt man nur mit seinem Taktikboard zurück“, fügte er hinzu.

Vergleich mit Ruben Amorim

In einem Gespräch auf dem Podcast „Footy Accumulators No Tippy Tappy Football“, der in Partnerschaft mit BOYLE Sports ausgestrahlt wird, zog Allardyce einen weiteren Vergleich, diesmal mit dem Trainer von Manchester United, Ruben Amorim. Der englische Coach kritisierte Amorim ebenso für seine strikte Haltung gegenüber einem festgelegten Spielstil, der es ihm nicht ermögliche, sich an unterschiedliche Spielsituationen anzupassen.

Nicky Butt, ehemaliger Spieler von Manchester United, äußerte sich ebenfalls und verdeutlichte, dass Nancy eine sehr schwierige Aufgabe bei Celtic habe, nachdem er auf einen verehrten Vorgänger folge. „Wenn er nicht die Liga gewinnt, wird er hier keine Zukunft haben“, sagte Butt. Er verglich Nancys Ansatz zu dem von Alex Ferguson, der seine Mannschaft immer wieder anpasste, um erfolgreich zu bleiben.

Doch auch Butt kritisierte die starren Formationen in modernen Fußballsystemen und beschrieb das Festhalten an einem einzigen Ansatz als „Ausrede“, die nicht immer die Lösung bringe. „Manchmal muss man die Spieler einfach ein bisschen anders aufstellen, um Erfolg zu haben“, meinte Butt abschließend. „Es ist sehr einfach, die Formation zu ändern, und wenn es funktioniert, werden die Trainer als Genies gefeiert. Wenn es scheitert, liegt es an der Formation.“

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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