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Sport

Rod Stewart fordert neutrale Schiedsrichter, während McCoist über „Panik“ spottet

Der schottische Fußball ist erneut in eine Debatte über angebliche Voreingenommenheit bei Schiedsrichtern verstrickt. Anlass ist ein umstrittener Elfmeter für die Rangers im Spiel gegen Kilmarnock, den sogar ein prominenter Kritiker als korrekte Entscheidung anerkennt.

Die Rangers gewannen das Auswärtsspiel mit 5:1 und überholten dabei den Rivalen Celtic in der Scottish Premiership. Bereits in der vierten Minute zeigte Schiedsrichter David Dickinson die rote Karte gegen Kilmarnocks Dom Thompson nach einem Foul an Djeidi Gassama und pfiff einen Strafstoß, den James Tavernier zum 1:0 verwandelte.

Stewart: „Warum können wir nicht unvoreingenommene Schiedsrichter haben?“

Der erklärte Celtic-Anhänger und Rocksänger Sir Rod Stewart griff den Vorfall in der Sendung „talkSPORT“ auf. Obwohl er selbst zugab, dass es sich um einen berechtigten Elfmeter und eine korrekte Feldverweisung handelte, forderte er eine grundlegende Reform.

„Alle meine Freunde in Schottland rufen an und sagen ‚Rangers bekamen einen Elfmeter, dieselbe alte Voreingenommenheit'“, zitierte Stewart seine Gesprächspartner. Sein Lösungsvorschlag: Schiedsrichter sollten ihre Vereinszugehörigkeit offenlegen. Er verwies auf das englische System, wo es strenge Prüfungen gebe, und fragte: „Warum können wir das nicht in Schottland machen?“

Sein Co-Gast, der ebenfalls Celtic-fanische Moderator Alan Brazil, bestätigte das lange schwelende Gefühl der Benachteiligung, gab aber zu bedenken, dass Anhänger der Rangers genau das Gegenteil behaupteten.

Während des Gesprächs meldete sich dann Rangers-Legende Ally McCoist per Nachricht bei Co-Moderator Gabby Agbonlahor zu Wort. Seine knappe, eindringliche Analyse: „Panik. Sie geraten alle in Panik“, ließ er ausrichten.

Hintergrund einer alten Rivalität

Stewarts Forderung ist nicht neu. Er erinnerte daran, dass schon Celtic-Manager-Legende Jock Stein in den 1970er Jahren über das Thema gesprochen habe. Der Vorfall zeigt die tief verwurzelten gegenseitigen Vorwürfe zwischen den Anhängern der beiden Glasgower Top-Clubs, die oft die Diskussionen im schottischen Fußball dominieren.

Interessanterweise hatte sogar Kilmarnocks Trainer Neil McCann die Entscheidung von Schiedsrichter Dickinson akzeptiert, was Stewarts Argumentation eine besondere Note verleiht. Der Rocksänger betonte abschließend, dass der anhaltende Streit dem Ansehen des schottischen Fußballs schade.

Die Redaktion von Record Sport lädt weiterhin zu Diskussionen ein: „Hotline Live“ wird jeden Sonntag bis Donnerstag ausgestrahlt, und der wöchentliche Podcast „Game On“ erscheint jeden Freitag.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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