Rockets bezwingen Pacers durch überragende Rebound-Dominanz
INDIANAPOLIS. Die Houston Rockets haben ihren Status als ernstzunehmende Kraft in der NBA-West mit einem harten Auswärtssieg untermauert. Am Montag setzten sie sich bei den Indiana Pacers mit 118:114 durch. Die eigentliche Geschichte des Abends wurde jedoch nicht am Perimeter, sondern auf den Brettern unter den Körben geschrieben.
Mit einem erdrückenden Rebound-Vorteil von 56:33, darunter 19 Offensivrebounds, kontrollierten die Gäste aus Texas das Spiel. Diese zweite Chance nutzten sie zu 30 Punkten, während die Pacers nur auf 8 kamen. Diese Differenz war letztlich ausschlaggebend in einem knappen Spiel.
Sengun als unaufhaltbare Kraft im Low-Post
Der größte Nutznießer dieser Dominanz war Alperen Sengun. Houstons Center lieferte eine monströse Leistung ab und erzielte 39 Punkte, 16 Rebounds und 5 Assists. Seine Präsenz im Farbraum war für die geschwächte Pacers-Defense, die auf den angeschlagenen Star Tyrese Haliburton verzichten muss, nicht zu kontrollieren. „Es war fast unmöglich, Sengun vom Korb fernzuhalten, ohne ihn zu foulen“, musste die lokale Berichterstattung einräumen.
Die Pacers, die mit Jay Huff in der Startaufstellung experimentierten, sahen sich bald gezwungen, Isaiah Jackson vermehrt einzusetzen. Jackson zeigte mit 6 Punkten, 6 Rebounds und 4 Steals Energie, konnte die Welle aber nicht alleine stoppen. Aufseiten der Rockets komplettierten Jabari Smith Jr. (19 Punkte) und der vielseitige Rookie Amen Thompson (16 Punkte, 11 Rebounds, 7 Assists) die Leistung von Sengun.
Für Indiana glänzten Pascal Siakam mit 27 und Bennedict Mathurin mit 25 Punkten. Aaron Nesmith, der sich von einer Knieverletzung erholt, setzte seine positive Form fort und kam auf 17 Punkte. Sein Schnitt in den letzten fünf Spielen liegt bei 17,8 Punkten bei einer Trefferquote von 56,1 Prozent aus dem Feld.
Verletzungspech prägt die Ausgangslage
Das Spiel war von personellen Engpässen auf beiden Seiten geprägt. Die Rockets mussten ohne den ehemaligen MVP Kevin Durant (Knöchel) sowie Fred VanVleet und Steven Adams auskommen. Die Pacers fehlten neben Saison-Ausfall Haliburton (Achillessehne) auch Obi Toppin.
Pacers-Coach Rick Carlisle hatte die erhöhte Physis der Rockets ohne Durant vor dem Spiel vorhergesagt. Seine Analyse traf genau zu: Houston spielte mit grober Kante und überrollte Indiana unter den Körben. Die vier entscheidenden Offensivrebounds und sieben Second-Chance-Punkte im letzten Viertel erstickten jedes Aufbäumen der Gastgeber im Keim.
Mit dieser Niederlage fallen die Pacers auf eine Bilanz von 13 Siegen bei 37 Niederlagen und verharren auf dem letzten Platz im Osten. Die Schwäche auf den Rebounds und der fehlende Floor General Haliburton bleiben große Baustellen, insbesondere mit Blick auf die nahende Trade Deadline.
Houston festigt derweil mit einem 31:17-Rekord den vierten Platz im Westen. Der Sieg demonstriert die Tiefe und Anpassungsfähigkeit des Teams, das trotz verletzungsbedingter Ausfälle weiterhin als Playoff-Anwärter auftritt. Die Rockets blicken optimistisch in die Zukunft und warten auf die Rückkehr ihrer Stars, während die Pacers dringend Lösungen für ihre Probleme im Innern finden müssen.