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Sport

Real Madrid bleibt die finanzielle Krone, Liverpool überholt ManUnited in England

Real Madrid hat seine Position als finanzielles Schwergewicht im Weltfußball weiter gefestigt und führt mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro (rund 186 Milliarden KES) die 2026er Deloitte Football Money League an. Damit bleibt der spanische Rekordmeister auch in diesem Jahr das finanzielle Aushängeschild des Fußballs.

Doch während Real Madrid seine globale Spitzenposition behauptet, hat sich in der englischen Premier League ein bemerkenswerter Wandel vollzogen. Liverpool FC hat es erstmals in der Vereinsgeschichte geschafft, Manchester United und Manchester City zu überholen und ist nun Englands finanziell stärkster Club. Ein beachtlicher Aufstieg für den Traditionsverein aus Anfield, der in der globalen Rangliste den fünften Platz erreicht und somit das finanzielle Machtzentrum im englischen Fußball verschiebt.

Das wirtschaftliche Wunder von Anfield

Der Aufstieg von Liverpool in die Top-5 der Welt ist das Resultat einer „perfekten Mischung“ aus kommerziellem Scharfsinn und sportlichem Erfolg. Die Erweiterung der Anfield Road Stand hat die Einnahmen an den Spieltagen erheblich gesteigert, während die Rückkehr in die UEFA Champions League und ein neuer, lukrativer Ausrüstervertrag Millionen in die Kassen des Clubs gespült haben.

„Es geht nicht nur darum, Spiele zu gewinnen; es geht darum, die Marke zu maximieren“, erklärt der Fußballfinanzexperte Kieran Maguire. „Liverpool hat seine globale Fanbasis und das Anfield-Erlebnis genutzt, um Manchester United zu überholen, einen Club, der traditionell als Maßstab für Kommerzialisierung galt.“

Der Rückfall von Manchester United

Die Situation bei Manchester United stellt sich derweil düster dar. Der Club ist in der globalen Rangliste auf den achten Platz abgerutscht – der niedrigste in der 29-jährigen Geschichte der Deloitte Money League. Die mangelnde Teilnahme an der Champions League und die marode Stadioninfrastruktur haben den Red Devils zu schaffen gemacht, sodass sie hinter Vereinen zurückgefallen sind, die einst finanziell unterlegen schienen. Auch Manchester City verzeichnete einen Rückgang, fiel vom zweiten auf den sechsten Platz.

Der Rückgang verdeutlicht die zunehmende Bedeutung des erweiterten Champions-League-Formats, das den teilnehmenden Clubs durch zusätzliche Spiele und reichere Fernsehrechte deutlich höhere Einnahmen beschert. Für Clubs wie Arsenal, Chelsea und Tottenham ist nun klar: Die europäische Qualifikation ist nicht nur sportlich, sondern auch finanziell unverzichtbar geworden.

„Die Zeiten, in denen man sich allein auf die Geschichte verlassen konnte, sind vorbei“, sagt Deloitte-Partner Theo Adaji. „Infrastrukturprojekte wie die Erweiterung des Bernabéu und Anfield sind heute die Hauptwachstumstreiber. Wer nicht baut, schrumpft.“

Mit der Eröffnung des Transferfensters und einer starken finanziellen Basis scheint Liverpool als einer der Hauptakteure im Wintergeschäft auf. Manchester United könnte dagegen gezwungen sein, Spieler zu verkaufen, bevor sie neue Verpflichtungen eingehen können – ein harter Rückschlag für einen Club, der einst behauptete, kein Budgetlimit zu haben.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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