Rangers vor schwerer Auswärtsprüfung: Titelkampf spitzt sich gegen Mutterwell zu
Die Rangers stehen vor einer der schwierigsten Aufgaben der Saison: Ein Auswärtsspiel bei Mutterwell, das seit acht Heimspielen in Folge ohne Gegentor geblieben ist. Ein Sieg im Fir Park würde den schottischen Rekordmeister dem Tabellengipfel deutlich näher bringen und zugleich die Außenseiterhoffnungen von Mutterwell auf den Titel wohl beenden.
Die Mannschaft von Trainer Danny Rohl trifft mit gestärktem Selbstvertrauen auf die Begegnung am Mittwoch. Nach einem Remis bei Hibs folgten zwei Kantersiege im Liga- und Pokalbetrieb mit insgesamt 13 Toren. Besonders das 8:0 im Scottish Cup gegen Queen’s Park unterstrich die Offensivstärke.
Rohl mit personellen Optionen
Die Personallage hat sich deutlich entspannt. Zwar fehlen weiterhin die langzeitverletzten Connor Barron und Bailey Rice sowie Max Aarons. Dafür kehren die Stammspieler Yousef Chermiti und Emmanuel Fernandez nach ihrer Verletzungspause zurück. Ob sie jedoch sofort wieder in die Startelf finden, ist ungewiss, nachdem das Team in ihrer Abwesenheit so überzeugend agierte.
Erstmals in Rohls Amtszeit verfügt der Club über eine echte Tiefe im Kader. „Es gibt mir mehr Möglichkeiten. Es verleiht der Gruppe mehr Qualität. Ich mag es, den Kader jetzt beisammen zu haben“, so der deutsche Trainer, der die Arbeit seines Medizinbereichs hervorhob. Die starke Bank mit Spielern wie Nedim Bajrami oder Thelo Aasgaard beim letzten Spiel sei ein Beweis dafür.
Im Mittelfeld zeichnet sich ein Einsatz des Trios Mohamed Diomande, Nicolas Raskin und Chukwuani ab, während Dujon Sterling nach seiner Rückkehr nach 45 Minuten am Sonntag für die Verteidigung zur Verfügung steht. Kapitän James Tavernier kommt nach seinem ersten Karriere-Hattrick gegen Queen’s Park hoch motiviert.
Konkurrenz im Sturm
Eine spannende Frage ist die Besetzung der Angriffsspitze. Bojan Miovski und der Neuzugang Ryan Naderi trafen beide beim 8:0-Sieg und buhlen nun mit dem zurückkehrenden Chermiti um einen Platz in der Startformation. Miovski begrüßt den Wettbewerb ausdrücklich: „Es ist nicht schön, wenn man in der Komfortzone ist. Wir können uns gegenseitig antreiben, und das ist gut für das Team.“
Spekulationen gibt es, dass Rohl erstmals alle vier Winter-Neuzugänge von Beginn an in der Liga aufstellen könnte. Der Trainer selbst blieb bezüglich seiner taktischen Pläne zurückhaltend. Klar ist, dass seine Mannschaft vor einer „Crunch Time“ steht, wie Rohl es nannte. „Man braucht in der entscheidenden Phase Spieler auf perfektem Niveau. Wenn man das hat, dann hat man eine große Chance.“
Die Begegnung gilt als echtes Sechspunkte-Duell an der Tabellenspitze. Ein Sieg der Rangers würde den Vorsprung von Mutterwell nahezu auslöschen und den Druck auf die Konkurrenz deutlich erhöhen. Für Jens Berthel Askous Team hingegen geht es darum, die außergewöhnliche Heimserie fortzusetzen und sich weiterhin in Titelgespräch zu halten.