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Sport

Rangers-Neuzugang benennt nach Remis Mängel im Offensivspiel

Ein Remis bei Hibernian in Edinburgh hat die Titelhoffnungen der Glasgow Rangers am Sonntag einen Dämpfer versetzt. In einer farblosen Partie rettete sich die Mannschaft von Trainer Danny Rohl mit einem 0:0, rutschte aber sechs Punkte hinter Spitzenreiter Hearts. Auffällig war dabei die Schwäche in den entscheidenden Momenten.

Als einer der wenigen Lichtblicke im Rangers-Trikot wird jedoch der neue Mittelfeldspieler Tochi Chukwuani gesehen. Der 22-Jährige, der erst vor drei Wochen für eine Ablöse von vier Millionen Pfund vom österreichischen Meister Sturm Graz verpflichtet wurde, bestritt erst sein zweites Spiel von Beginn an. Dennoch zögerte er nach dem Spiel nicht, die gravierenden Probleme seines neuen Teams offen anzusprechen.

Mangel an Kreativität und Abschluss

Chukwuani identifizierte einen klaren Mangel an Durchschlagskraft. „Unser Spiel im letzten Drittel war nicht gut genug“, sagte der Däne. Es habe an der letzten Passqualität und an der nötigen Ruße gefehlt, um Chancen herauszuspielen. Trotz einer angeblich millionenteuren Angriffsreihe mit Spielern wie Andreas Skov Olsen und Bojan Miovski gelang es den Rangers kaum, den Hibs-Keeper Raphael Salinger ernsthaft zu bedrohen.

Statistisch gesehen war Hibernian die bessere Mannschaft und hatte die klarsten Torgelegenheiten durch Elie Youan und Martin Boyle. Nur zwei starke Paraden von Rangers-Torhüter Jack Butland verhinderten eine Niederlage. Chukwuani, der im vergangenen Jahr die österreichische Bundesliga gewann, ist klar: Um die schottische Meisterschaft noch zu gewinnen, muss die Offensive dringend mehr Chancen kreieren und eine tödliche Abschlussqualität entwickeln.

Er betonte jedoch auch die positive Seite: Ein Unentschieden in einem schwierigen Auswärtsspiel zu erkämpfen, sei in einem Titelrennen manchmal wertvoll. „Diese Art von Punkten können auf lange Sicht sehr wichtig für uns sein.“ Die Serie von sieben sieglosen Ligaspielen vor Weihnachten sei überwunden, man sei „noch im Rennen“.

Erfahrung und Eigenverantwortung

Der Neuzugang sieht sich selbst in der Pflicht, seine Titel-Erfahrung einzubringen. In der Startelf gegen Hibs war er neben Skov Olsen einer von nur zwei Spielern mit Meisterschaftserfahrung. „Ich weiß, was es wirklich braucht, um einen Titel zu gewinnen“, so Chukwuani. Diese Mentalität versuche er nun täglich im Training und in Spielen zu vermitteln.

Gleichzeitig gestand er zu, dass er selbst noch in der Findungsphase sei. Er müsse erst seinen genauen Platz im Mittelfeld finden und die Beziehungen zu seinen Mitspielern, wie etwa zu Nico Raskin, aufbauen. Mit mehr Spielzeit werde dies kommen, und er traue sich durchaus auch die entscheidenden Pässe zu.

Sein Vertrauen setzt er auch in seinen Landsmann Skov Olsen. Der Leihspieler von Wolfsburg habe in den ersten beiden Einsätzen zwar noch nicht voll überzeugen können, doch Chukwuani ist sicher: „Wir werden das Beste von ihm zu sehen bekommen. Er findet langsam aber sicher seinen Rhythmus.“ Für die Rangers geht es nun darum, die Erkenntnisse vom Sonntag schnell umzusetzen. Das nächste Spiel gegen Kilmarnock am Mittwoch bietet die direkte Möglichkeit zur Reaktion.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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