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Sport

Neues All-Star-Format und große Namen außen vor: NBA sorgt mit Kader für Debatten

Die NBA hat am 1. Februar 2026 die Kader für das All-Star-Game bekannt gegeben und damit hitzige Diskussionen entfacht. Im Mittelpunkt steht nicht nur die umfassende Reform des Spielformats, sondern auch die überraschende Abwesenheit mehrerer Topstars, die trotz herausragender individueller Statistiken nicht berücksichtigt wurden. Das Event findet am 15. Februar im Intuit Dome in Inglewood, Kalifornien, statt.

Absagen trotz Spitzenleistungen

Besonders auffällig ist die Situation der gastgebenden Los Angeles Clippers. Weder Kawhi Leonard noch James Harden wurden als Reservisten von den Trainern gewählt. Leonard führt die Clippers mit karrierebesten 27,7 Punkten pro Spiel an, was ihn auf den siebten Platz der Liga schiebt, und ist ligabesten in Steals und Freiwurfquote. Harden erzielt 25,4 Punkte und 8,1 Assists. ESPN-Experte Zach Kram verwies darauf, dass Leonard „ein Top-10-Spieler dieser Saison“ sei und die Clippers seit Weihnachten zu den heißesten Teams gehörten. Für Harden ist es die fünfte Nicht-Nominierung in den letzten sechs Jahren.

Die Liste der übrigen Snubs ist lang: Paolo Banchero von den Orlando Magic (Top 25 der Liga in Punkten und Rebounds) fehlt zum zweiten Mal in Folge, ebenso wie sein Teamkollege Desmond Bane (19,3 Punkte). Joel Embiid (26,2 Punkte) wurde erneut von Verletzungen ausgebremst und hat nur 28 Spiele bestritten. Michael Porter Jr. von den Brooklyn Nets erreicht mit 25,6 Punkten Karrierehöchstwerte, wurde aber wohl vom schwachen Teamrecord ausgebremst. Auch Brandon Ingram (21,9 Punkte) von den Toronto Raptors und Lauri Markkanen von den Utah Jazz (27,4 Punkte, neunter der Liga) gingen leer aus.

LeBron schreibt Geschichte, Format wird revolutioniert

Ein kontrovers diskutierter Einzug gelang hingegen LeBron James. Der 41-jährige Lakers-Star sicherte sich seine 22. All-Star-Nominierung in Folge, obwohl er die erste Monat der Saison verpasste und mit 21,9 Punkten, 7,5 Rebounds und 7,4 Assists statistisch zurückliegt. Sein Lakers-Kollege Luka Doncic ist ebenfalls als Starter dabei.

Das Spiel selbst erfährt die größte Veränderung seit Jahren. Das traditionelle East-vs-West-Prinzip wird durch ein „USA gegen Welt“-Format ersetzt. Drei Teams – zwei mit US-Spielern, eines mit internationalen Stars – bestreiten ein Rundenturnier mit zwölfminütigen Spielen, die beiden besten Mannschaften treten im Finale gegeneinander an. Die Liga legte Mindestkontingente fest: mindestens 16 US-Spieler und acht Internationale müssen im Kader sein, Commissioner Adam Silver kann bei Bedarf weitere Spieler hinzufügen.

Die Startaufstellungen waren bereits am 19. Januar verkündet worden. Für den Westen starten Luka Doncic, Stephen Curry, Nikola Jokic, Victor Wembanyama und MVP Shai Gilgeous-Alexander. Der Osten wird von Jalen Brunson, Cade Cunningham, Jaylen Brown, Giannis Antetokounmpo und Tyrese Maxey angeführt. Antetokounmpo wird das Spiel aber voraussichtlich wegen einer Wadenverletzung verpassen. Die Reservisten im Westen sind neben LeBron James Anthony Edwards, Kevin Durant, Devin Booker, Jamal Murray, Chet Holmgren und Deni Avdija. Im Osten wurden Donovan Mitchell, Karl-Anthony Towns, Pascal Siakam, Norman Powell, Scottie Barnes, Jalen Duren und Jalen Johnson gewählt. Towns und Powell sind US-gebürtig, spielen aber international für andere Länder.

Die internationale Mannschaft, zu der auch Jokic, Wembanyama, Gilgeous-Alexander, Murray, Siakam und Avdija gehören, wird als ernstzunehmender Herausforderer gesehen. ESPN-Analyst Kevin Pelton sagte voraus, er könne sich vorstellen, „dass das internationale Team die Sache besonders ernst nimmt und seine amerikanischen Gegner zwingt, ihr Spiel zu verstärken“. Es gibt sogar Spekulationen, dass der französische Riese Victor Wembanyama als großer Mann die MVP-Auszeichnung erringen könnte.

Die Erwartungen an das All-Star-Weekende 2026 sind hoch. Die Mischung aus neuem Format, umstrittenen Personalentscheidungen, der anhaltenden Legende LeBron James und aufstrebenden Talenten verspricht eines der spannendsten Vorführungen der letzten Jahre zu werden. Die gescheiterten Stars werden nun wohl mit zusätzlichem Ehrgeiz in die zweite Saisonhälfte starten.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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