Milliardär und heimlicher Celtic-Investor schafft es in die Fußball-Reichenliste
Ein US-Milliardär, der seit Jahren einen kleinen, aber symbolträchtigen Anteil am schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow hält, zählt laut einer neuen Rangliste zu den 50 reichsten Personen im globalen Fußball. John Fisher, Erbe der Gap-Gründerfamilie, belegt mit einem geschätzten Vermögen von 2,9 Milliarden Pfund Platz 49 der von „FourFourTwo“ veröffentlichten Studie.
Sportinvestments über Baseball bis Fußball
Fishers Reichtum stammt aus dem Familienunternehmen Gap, das seine Eltern 1969 gründeten. Sein Einstieg in den Profisport begann 1992, als er gemeinsam mit seinem Vater Teil der Investorengruppe wurde, die den Baseball-Club San Francisco Giants vor einer Umsiedlung nach Tampa Bay bewahrte. 2005 verkaufte er seinen Anteil an den Giants, um das MLB-Team Oakland Athletics zu erwerben.
Sein erstes Engagement im Fußball folgte 2006 mit der Entwicklung des MLS-Clubs San Jose Earthquakes. Ein Jahr darauf weitete er seine Investitionen nach Europa aus und erwarb für etwa 2 Millionen Pfund einen Anteil von rund 3,24 Prozent an Celtic Glasgow. Berichten zufolge hatte Fisher zuvor auch über Investments bei Everton, Leeds United und Celtic’s Erzrivalen Rangers nachgedacht.
Großaktionäre beider Old-Firm-Clubs in Top 50
Die Liste unterstreicht die finanzielle Macht, die hinter den Kulissen des schottischen Fußballs wirkt. Noch weiter oben auf der Rangliste, auf Platz 30, steht Denise York und ihre Familie mit einem geschätzten Vermögen von 6 Milliarden Pfund. Ihre San Francisco 49ers Enterprises Gruppe hält bedeutende Anteile an den Rangers und an Leeds United.
An der Spitze der Rangliste liegt mit weitem Abstand der staatliche Public Investment Fund von Mohamed bin Salman und seiner Familie, dem unter anderem Newcastle United und vier Klubs der Saudi Pro League gehören. Sein geschätztes Vermögen wird mit 1,2 Billionen Pfange angegeben. Arsenal-Eigentümer Stan Kroenke belegt Platz 12 (16 Milliarden Pfund), während die Eigentümer von Como, Paris FC und Paris Saint-Germain mit 38, 143 bzw. 253 Milliarden Pfund bewertet werden.
Die Meldung über Fishers Platzierung erreicht Celtic zu einer Zeit, in denen Teile der Anhängerschaft unzufrieden mit der Führung sind. Eine wichtige Fan-Gruppe forderte erneut den Rücktritt von CEO Michael Nicholson und rief zum Boykott des schottischen Pokalspiels gegen Dundee am Samstag auf. Die Frustration speist sich auch aus den Schwierigkeiten des Klubs, in den letzten Transferfenstern Top-Spieler zu verpflichten. Vor diesem Hintergrund bleibt der kleine, aber wohlhabende Anteilseigner John Fisher eine Randnotiz in den Diskussionen um die sportliche Zukunft des Clubs.