Michigan dominiert Penn State mit historischem Trefferfest und unterstreicht Titelanwärter-Status
Ann Arbor – Die Nummer 2 der Nation ließ am Donnerstagabend im Crisler Center keinerlei Zweifel an ihrer aktuellen Verfassung aufkommen. Die Michigan Wolverines zerschlugen die Penn State Nittany Lions mit 110:69 (41 Punkte Vorsprung) und feierten ihren siebten Sieg in Folge.
Der entscheidende Faktor war eine überwältigende Offensive, angeführt von Nimari Burnett. Der Guard, der in dieser Saison zuvor nie mehr als vier Dreier in einem Spiel getroffen hatte, warf sieben Dreipunktewürfe und kam auf einen karrierehohen Spielwert von 31 Punkten. Als Team trafen die Wolverines 15 Dreier, ihre zweitbeste Quote der Saison.
Für Penn State, das ohne seinen verletzten Starting Center Ivan Juric spielte, entwickelte sich der Abend zum Albtraum. Die Nittany Lions verpassten ihre ersten 13 Dreipunkteversuche und trafen insgesamt nur zweifach von jenseits der Dreipunktelinie – der schlechteste Wert des Jahres.
Defensive Stärke als Fundament
Doch nicht nur im Angriff zeigte Michigan Klasse. Die Wolverines, die die landesweit beste Defensive führen, erstickten jeden Aufbau der Gäste. Besonders die Pick-and-Roll-Aktionen von Penn State kamen nie in Gang. Yaxel Lendeborg, der im vorigen Spiel gegen Michigan State noch 26 Punkte und 12 Rebounds geholt hatte, und der foulgeplagte, aber präsente Aday Mara beherrschten die Zone.
Die statistische Unterlegenheit von Penn State war eklatant. Seit dem 9. Dezember belegen die Nittany Lions in der nationalen Statistik den letzten Platz bei der Feldwurfquote der defensiven Effizienz (61,9%) und der 2-Punkte-Verteidigung (62%). Auch von außen konnten sie Michigan nicht stoppen, das in der Saison 67% der Würfe am Korb verwandelt.
Freddie Dilione V war mit 19 Punkten bester Werfer der geschlagenen Gäste, Josh Reed steuerte 15 Punkte bei. Der Big-Ten-Führer in Steals, Freshman Kayden Mingo (14,1 Punkte/Spiel im Schnitt), wurde von Michigans Defense effektiv kontrolliert.
Der Ausgang stand früh fest. Michigan baute noch in der ersten Hälfte eine deutliche Führung aus, die nach der Pause auf 73:32 anwuchs. Neben Burnett glänzte Morez Johnson Jr. mit 12 Punkten und 8 Rebounds. Auch Elliot Cadeau und Trey McKenney steuerten zur breit gefächerten Offensive bei.
Reaktionen und Ausblick
Michigans Trainer Dusty May lobte die konzentrierte Leistung: „Wir wollten den Ton früh angeben, und das haben die Jungs getan. Die Energie auf beiden Seiten des Platzes war hervorragend.“ Penn States Coach Mike Rhoades gestand die Unterlegenheit ein: „Wir waren heute unterlegen, aber ich bin stolz auf den Kampfgeist meiner Mannschaft.“
Mit dem Sieg verbessern sich die Wolverines auf eine Bilanz von 21:1 (11:1 in der Big Ten). Sie führen die Liga in Blocks und liegen in Steals auf Platz drei – eine Defensivstärke, die regelmäßig zu leichten Punkten im Schnellangriff führt.
Für Penn State (10:13, 1:11 in der Conference) geht die schwierige Saison weiter. Die Mannschaft muss sich am 8. Februar gegen USC zu Hause wieder fangen. Michigan hingegen setzt seinen Marsch Richtung Big-Ten-Meisterschaft und eines Top-Seeds im NCAA-Turnier fort. Die Botschaft an den Rest der Liga ist deutlich: Die Wolverines peaken zum richtigen Zeitpunkt.