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Sport

Merson: Palmers Formkrise bei Chelsea liegt an Jacksons Abgang

Die verletzungsbedingten Ausfälle werden als Hauptgrund für Cole Palmers bislang enttäuschende Saison bei Chelsea genannt. Nun hat Arsenal-Legende Paul Merson eine überraschende neue These aufgestellt: Der englische Mittelfeldspieler vermisse vor allem seinen ehemaligen Sturmpartner Nicolas Jackson.

Eine symbiotische Beziehung fehlt

„Ich mag Palmer, aber Palmer vermisst Jackson“, sagte Merson in der aktuellen Folge des „Stick to Football“-Podcasts von The Overlap. „Jackson hat Palmer gemacht, und Palmer hat Jackson gemacht.“ Jackson war im vergangenen Sommer nach einem dramatischen Transferpoker an den FC Bayern München ausgeliehen worden. Der Deal soll permanent werden, sobald der Stürmer eine festgelegte Anzahl von Einsätzen für den Bundesligameister absolviert hat.

Merson, der sich als lebenslanger Chelsea-Fan bezeichnet, erläuterte seine Ansicht mit einem konkreten spieltaktischen Argument. Jackson habe durch seine Laufwege in die Tiefe, oft nach links, Gegenspieler gebunden und damit Räume für Palmer als Nummer 10 geöffnet. „Jetzt setzt Palmer den Fuß auf den Ball und da ist nichts“, so Merson. Er kritisierte damit indirekt auch den aktuellen Stürmer Joao Pedro, der sich eher fallen lassen wolle, anstatt die Tiefe zu suchen.

Verletzungen und statistischer Einbruch

Dieser taktische Punkt fügt sich in die Debatte um Palmers deutlich gesunkene Leistungswerte ein. Der Spieler, der vor zwei Jahren von Manchester City nach West London gewechselt war, kämpfte in dieser Saison mit anhaltenden Leistenproblemen sowie weiteren Verletzungen an Zeh und Oberschenkel. Diese hätten ihn laut Berichten monatelang beeinträchtigt und zu einer zweieinhalbmonatigen Pause geführt.

Die Auswirkungen sind statistisch klar erkennbar: Bislang bestritt Palmer nur etwa ein Dutzend Partien von Beginn an und brachte es in allen Wettbewerben auf lediglich fünf Tore und zwei Vorlagen. Nur wenige Male konnte er überhaupt die volle Spieldauer absolvieren. Zuletzt saß er bei der Niederlage im Carabao-Cup-Halbfinale gegen Arsenal wieder auf der Bank. Cheftrainer Liam Rosenior betonte jedoch, dass Palmer für das Premier-League-Auswärtsspiel am Samstag beim Tabellenletzten Wolverhampton startbereit sei.

Ob mit oder ohne Jackson – für Chelsea wird es entscheidend sein, wie sie ihren Schlüsselspieler aus der Formkrise führen können. Die von Merson beschworene erfolgreiche Partnerschaft der vergangenen beiden Saisons ist vorerst Geschichte, und Palmer muss nun neue Wege finden, um an seine alten Höhen anzuknüpfen.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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