Memphis Grizzlies beenden Negativserie mit überraschendem Sieg gegen Timberwolves
MEMPHIS – Die Memphis Grizzlies haben am Montagabend (Ortszeit) ihre sechs Spiele andauernde Niederlagenserie – die längste der Mannschaft seit sieben Jahren – mit einem überraschenden 137:128-Heimsieg gegen die Minnesota Timberwolves beendet. Die Partie im voll besetzten FedExForum entwickelte sich zu einem hochkarätigen Offensivduell mit insgesamt 265 Punkten, was deutlich über dem vor dem Spiel prognostizierten Over/Under von 229,5 Punkten des SportsLine Projection Models lag.
Jackson Jr. und Jerome liefern den Unterschied
Jaren Jackson Jr., trotz einer Oberschenkelverletzung aufgestellt, führte die Grizzlies mit einem dominanten Auftritt und 30 Punkten an. Die entscheidende Unterstützung kam von der Bank: Ty Jerome, der erst seit kurzem nach einer saisonlangen Verletzungspause zurück ist, erzielte in nur 20 Minuten Spielzeit 19 Punkte und verteilte acht Assists. „Wir wussten, dass wir mehr leisten müssen“, sagte Jerome nach dem Spiel laut „The Commercial Appeal“. „Es war eine schwierige Phase, aber jeder in dieser Kabine glaubt, dass wir besser sind, als unsere Bilanz zeigt.“
Auf der anderen Seite tat Anthony Edwards alles, um Minnesota im Spiel zu halten. Trotz Rückenproblemen, die ihn fast zur Pause gezwungen hätten, erzielte der Guard 39 Punkte. Sein aggressives Spiel brachte die Timberwolves im letzten Viertel bis auf zwei Punkte an die Hausherren heran, doch die Grizzlies hielten jeder Offensive stand. Jaden McDaniels steuerte 17 Punkte bei, doch die Wolves, die zuvor vier Siege in Folge eingefahren hatten, konnten die frühen Doppelstellig-Rückstände nicht mehr aufholen.
Die Timberwolves, die als 6,5-Punkte-Favorit in die Begegnung gegangen waren, mussten auf Terrence Shannon Jr. verzichten, der seit Weihnachten mit einer Fußverletzung ausfällt. Julius Randle spielte trotz Daumenproblemen und hat damit weiterhin kein Saisonspiel verpasst. Für Memphis fehlten hingegen zahlreiche Schlüsselspieler, darunter Ja Morant (Ellbogen), Santi Aldama (Knie) und Zach Edey (Knöchel).
Kontext und Ausblick
Der Sieg verbessert die Bilanz der Grizzlies auf 19 Siege bei 29 Niederlagen, während Minnesota bei 31-20 steht und damit weiterhin gut in der Playoff-Platzierung der Western Conference liegt. Die Mannschaft von Trainer Chris Finch sah jedoch eine Schwäche in der Verteidigung, die normalerweise von Rudy Gobert angeführt wird, der ligaweit der zweitbeste Rebounder ist.
Die Grizzlies fanden zu ihrer besten Offensivleistung seit Wochen und trafen 47,8 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld. Cedric Coward, einer der Top-Korbschützen des Teams mit fast 14 Punkten pro Spiel, steuerte wichtige Treffer bei. Für Memphis war der Sieg ein dringend benötigter moralischer Boost. „Wir brauchten diesen einen Sieg“, sagte Jackson Jr. „Es war frustrierend, aber heute Nacht haben wir bewiesen, wozu wir fähig sind, wenn wir zusammenspielen und mit Energie auftreten.“
Die Grizzlies wollen den Schwung mitnehmen in ihr nächstes Spiel am 4. Februar gegen die Sacramento Kings. Die Timberwolves müssen sich hingegen nach dieser überraschenden Niederlage neu sortieren, während der Kampf um die Playoff-Plätze in der Western Conference weiterhin vollkommen offen ist.