Liverpool schnappt sich französisches Verteidigertalent für 60 Millionen Pfund
Der FC Liverpool hat in einer überraschenden Transferaktion den französischen Innenverteidiger Jérémy Jacquet von Stade Rennes verpflichtet. Der 20-Jährige wechselt für eine Gesamtablösesumme von umgerechnet 60 Millionen Pfund nach Anfield.
Ein Wechsel mit Zukunftstermin
Der Deal sieht vor, dass Jacquet die laufende Saison bei Rennes in der Ligue 1 zu Ende spielt und sich erst im Sommer dem Team von Trainer Arne Slot anschließt. Dies wurde von den beteiligten Klubs so vereinbart. Laut Informationen von Standard Sport setzt sich die Transferzahlung aus einer festen Garantiesumme von 55 Millionen Pfund und weiteren fünf Millionen Pfund in leistungsabhängigen Boni zusammen.
Mit diesem Transfer hat Liverpool seinen dritten Neuzugang in diesem Winterfenster getätigt, nachdem bereits die Verteidiger Mor Talla Ndiaye und Ifeane Ndukwe unterzeichnet wurden, die ebenfalls im Sommer hinzukommen.
Chelsea ausgestochen
Besonders pikant an der Verpflichtung ist, dass Liverpool einem direkten Konkurrenten zuvorkam. Chelsea hatte bereits intensive Gespräche mit Rennes geführt, war jedoch nicht bereit, die geforderte Rekordablöse zu zahlen. Der französische Club bestand auf einen Verkaufspreis, der den Erlös aus dem Verkauf von Jérémy Doku an Manchester City im Jahr 2023 übertrifft. Doku war damals für 60 Millionen Euro (umgerechnet etwa 51,8 Millionen Pfund) gewechselt.
Da die Blues diese Forderung nicht erfüllen wollten, nutzte Liverpool die Gelegenheit und konnte die Verhandlungen erfolgreich für sich entscheiden. Jacquet, der sich in dieser Saison in allen Liga-Spielen von Rennes gezeigt hat – nur zwei Spiele verpasste er aufgrund einer Sperre –, gilt als eines der größten defensiven Talente Europas.
Seine Entwicklung beschleunigte sich nach einer erfolgreichen Leihe zu Clermont Foot in der Vorsaison, woraufhin er sich in Rennes als Stammkraft etablierte. In Liverpool könnte er langfristig die Nachfolge seines Landsmanns Ibrahima Konaté antreten, dessen Vertrag sich in den letzten Monaten befindet und dessen Zukunft am Klub ungewiss ist.
Für Rennes bedeutet der Transfer den Abschied von einem weiteren Eigengewächs, der den Verein nach dieser Saison verlassen wird, jedoch in einer der finanziell bedeutendsten Transaktionen der Klubgeschichte.